Sponsel Grünes Gewölbe Band 4/Tafel 32

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Tafel 31 Das Grüne Gewölbe: eine Auswahl von Meisterwerken in vier Bänden. Band 4 (1932) von Jean Louis Sponsel
Tafel 32
Tafel 33
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TAFEL 32
ELFENBEINSCHNITZEREIEN
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Sponsel Grünes Gewölbe Band 4 Tafel 32.jpg

[104] a) Tänzerin. In der erhobenen Rechten die Castagnetten (die wohl auch in der beschädigten Linken waren); die Maske als Contouche, hohe, mit Spitzen besetzte Mütze. VI. 172 f.


c) Tänzer (Gegenstück). Beide Hände zierlich erhoben, auf dem Haupte eine, fast bis auf den Gürtel wallende Perücke und einen hohen, spanischen Hut. VI. 172 e.


b) Der Streit um die Perücke. Mann und Frau in groteskem Kontrapost: der Mann hält in der Linken einen Büschel Haare, den er der Frau ausgerissen, schwingt in der Rechten ihre Haube; die Frau, mit wild zerrauftem Haar, hält die Perücke am Zopf, die Linke ist drohend erhoben. Der Hut des Mannes liegt am Boden, Hahn und Henne, der erstere in angreifender, die letztere in ängstlich abwartender Haltung. Die Knöpfe von Silber. VI. 172 d.


d) Schuster. Auf dem Dreibein hockend, zieht er mit der Linken den Faden in der Sohle fest, für den er mit dem Pfriemen, in der Rechten, das Loch gebohrt hat. Der Sockel silbervergoldet, unten mit einem Kranz von Diamanten und Rubinen besetzt, ist hohl; er öffnet sich auf den Druck einer vorn sichtbaren Feder. VI. 174.


h) Schustersfrau (Gegenstück). Auf dem Polsterstuhl sitzend, mit Contouche und Kopftuch, beugt sie sich auf das Wickelkind in ihrem Schoß, dem sie die Brust gibt. Anhänger, Schuhschnallen, Ring, Contouche, Stuhllehnen mit Diamantrosen besetzt. Der Sockel wie bei dem Schuster. VI. 185.


e) Straßenhändler. Die Linke am Stock, in der Rechten den Hut, auf dem Rücken den Warenballen; dieser, der sich auf Federdruck öffnet, wie der Stock aus vergoldetem Silber, die Rockknöpfe Diamantrosen. – Der hölzerne Sockel mit silbervergoldeten, gravierten Beschlägen. VI. 191.


g) Straßenhändler (Gegenstück zu e). Den Hut in der Linken, den Stock in der Rechten. Auf dem Rücken eine Truhe, deren gewölbter Deckel sich seitlich auf Federdruck öffnet; darin zwei Kristallfläschchen mit Deckeln und ein Trichter. Die Truhe ist mit aufgelegten silbernen Rosetten, mit Diamantrosen, besetzt. – Sockel wie bei e. – VI. 192.


f) Dudelsackpfeifer. Auf dem Wurzelstock eines Baumstumpfes sitzend, in zerlumptem Rock, den Schnappsack an der Seite, die Beine übereinander geschlagen, bläst er den goldnen Dudelsack. – VI. 183. Von derselben Hand wie der Schalmeibläser Tafel 30 g.