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TBHB 1947-11-19

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
Autor: Hans Brass
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Titel: TBHB 1947-11-19
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Entstehungsdatum: 1947
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Originaltitel: Mittwoch, 19. November 1947.
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Quelle: Commons
Kurzbeschreibung: Ungekürzte Tagebuchaufzeichnungen vom 19. November 1947
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Bearbeitungsstand
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Einführung

Der Artikel TBHB 1947-11-19 zeigt die ungekürzten Tagebuchaufzeichnungen von Hans Brass vom 19. November 1947. Diese Aufzeichnungen erstrecken sich über zwei Seiten.

Tagebuchauszüge

[1]
Mittwoch, 19. November 1947.     

[1]      Schöner Tag mit warmem Haus u. gutem Frühstück. Da für uns kein eigentlicher Feiertag u. das Wetter hell war, arbeitete ich am Vormittag.

     Vom Kulturbund Güstrow erhielt ich einen Brief u. glaubte, es würde darin die endgültige Festsetzung der Ausstellung meiner Bilder u. des projektierten Vortrages enthalten sein. Statt dessen teilt man mir mit, daß man, „nach Verhandlungen mit der Landesleitung des Kulturbundes in Schwerin sich hat entschließen müssen, die Ausstellung Ihrer Bilder u. den geplanten Vortrag vorerst ausfallen zu lassen, solange die zwischen Ihnen u. der Landesleitung in Schwerin bestehenden Differenzen nicht ausgeglichen sind.“

     So etwas ist nun schlechthin empörend. Es handelt sich natürlich immer noch um die [2] Affäre dieses Sommers. Von der Landesleitung Schwerin habe ich niemals, weder mündlich noch schriftlich, eine Stellungnahme zu dieser Sache erhalten, nach der ich mich hätte rechtfertigen können. Mir ist also von einer „Differenz mit der Landesleitung“ garnichts bekannt u. erfahre davon erst durch dieses Schreiben aus Güstrow. Da die Landesleitung offensichtlich auch kein Bedürfnis fühlt, mir von dieser „Differenz“ Mitteilung zu machen u. ich mich niemals rechtfertigen kann, so heißt das, daß diese Differenz niemals beseitigt werden wird. Das heißt praktisch, daß ich dauernd von jeglicher öffentlichen Veranstaltung ausgeschlossen werde, was wiederum so viel heißt, daß ich aus dem Kulturbund ausgeschlossen worden bin –, nur meinen Mitgliedsbeitrag darf ich weiter zahlen. Das Tollste ist, daß ich davon garnichts weiß. Wer hat das verfügt? Wo ist ein solcher Beschluß gefaßt? Aus wem besteht überhaupt diese Landesleitung? Landesleiter ist Herr W. Bredel. Kann dieser Herr einfach dergleichen verfügen, ohne andere Personen zu hören, ohne Beschluß? Wenn das nicht Diktatur u. Faschismus ist, dann weiß ich nicht, was es dann sein soll! – Ich werde an Kleinschmidt schreiben u. ihn um Rat u. Auskunft bitten. – Und dabei hat Martha noch vor wenigen Tagen in Schwerin mit dem Intendanten Kähler aus Wustrow gesprochen, der von der ganzen Sache offenbar auch nichts weiß. –