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TBHB 1948-03-14

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
Autor: Hans Brass
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Titel: TBHB 1948-03-14
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Entstehungsdatum: 1948
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Originaltitel: Sonntag, 14. März 1948.
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Quelle: Commons
Kurzbeschreibung: Ungekürzte Tagebuchaufzeichnungen vom 14. März 1948
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Einführung

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Der Artikel TBHB 1948-03-14 zeigt die ungekürzten Tagebuchaufzeichnungen von Hans Brass vom 14. März 1948. Diese Aufzeichnungen erstrecken sich über eine Seite.

Tagebuchauszüge

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[1]
Sonntag, 14. März 1948.     

[1]      Vormittags hörte ich im Radio eine Messe aus einem Krankenhaus in Hildesheim mit einer ungewöhnlich schönen Predigt.

     Sonst verbrachte ich den Tag hauptsächlich mit der Lektüre des Minotaurus=Schauspiels von Dr. Burgartz. Es hat einige sehr erhebliche, technische Schwächen, z.B. ein sehr ungeschickter, langer Monolog des Helden, des Schriftstellers Rolfs. Solche Sachen sind einfach nicht gekonnt. Man muß den Leser bzw. Zuhörer auf interessantere Weise ins Bild setzen über das, was geschehen ist, als durch Monologe. Und dann die große Frauenscene im III Akt, bei der man erst zum Schluß begreift, daß es sich um einen Traum handelt. Auch das ist technisch nicht gekonnt. Aber der Geist des Ganzen ist nicht weniger fragwürdig. Dr. B. unternimmt in dem Stück die schon so oft versuchte Selbsterlösung u. scheitert daran. Er gesteht selbst, daß es zur Erlösung eines „göttlichen“ Theseus bedürfe, aber er zieht daraus keine Konsequenzen. Wenn zum Schluß der satyrhafte Verlagsbuchhändler Huth sagt: „Die Götter lachen über die Menschen“, so gesteht der Verfasser damit den gescheiterten Versuch dieser Selbsterlösung ein; er kommt nicht auf die Idee, daß in Wahrheit – die Christen über die Götter lachen!

     Ausgezeichnet sind dagegen die Personen geschildert. Der Schriftsteller Vitus Rolfs ist Dr. B. selbst, Fernande Widmer „ein reiches Mädchen, später seine Frau“, ist tatsächlich seine Frau. Selen Vinje, die Studentin, kenne ich nicht, aber sie erinnert stark an Stella Seeberg. Mario Huth, der Verleger, ist Erichson wie er leibt u. lebt u. Feike Fröhlich, seine Freundin, ist Frl. Ristow nicht weniger naturgetreu. Dank dieser trefflichen Personenschilderungen ist das Buch trotz seiner Mängel amüsant zu lesen.