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TBHB 1948-11-22

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
Autor: Hans Brass
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Titel: TBHB 1948-11-22
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Entstehungsdatum: 1948
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Originaltitel: Montag, 22. November 1948.
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Quelle: Commons
Kurzbeschreibung: Ungekürzte Tagebuchaufzeichnungen vom 22. November 1948
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Einführung

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Der Artikel TBHB 1948-11-22 zeigt die ungekürzten Tagebuchaufzeichnungen von Hans Brass vom 22. November 1948. Diese Aufzeichnungen erstrecken sich über zwei Seiten.

Tagebuchauszüge

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[1]
Montag, 22. November 1948.     

[1]      Die Federzeichnung von Hans Wendt's Haus fertig gemacht. Es wird kein besonders interessantes Bild, aber in der Aufteilung des Raumes ist es ganz gut.

     Von „Argus“ erhielt ich Zeitungsausschnitt über die Ausstellung Mecklenb. Künstler in Schwerin. Der Artikel ist gezeichnet von H. E. Siegrist –, ich weiß nicht, wer das ist –, er ist gut u. sachlich, wenngleich für mich auch nicht besonders positiv. Es heißt da, ich bliebe im Formalismus stecken, aber es wird auch gesagt, daß ich sonst bestimmt in der Lage wäre, bei meinen künstlerischen Fähigkeiten Wichtiges verständlich auszusagen. Es ist also Positives u. Negatives gemischt. Restlos gelobt werden nur die Arbeiten der beiden Maler Dubois u. Hinrichs u. auch noch Manigk, den ich nicht kenne. Die meisten werden nur namentlich aufgeführt, einige andere werden sehr sachlich verurteilt. Die ganze Ausstellung wird schon, wie ich es nicht anders erwartet hatte, eine sehenswerte Sammlung von Kitsch sein. Dies erklärt auch diese Kritik mit nackten Worten, wenn es da zum Schluß heißt: „Die Graphik ist schwach vertreten u. berührt wie bei vielen malerischen Arbeiten, direkt den Kitsch“. – Das Komische dabei ist, daß dieselben [2] Leute, die für diese Ausstellung verantwortlich zeichnen, den Kampf gegen den Kitsch auf ihre Fahne geschrieben haben. –

     Gegen 6 Uhr nachm. –, es war grade Stromsperre –, hielt vorm Hause ein großer Lastwagen mit Anhänger. Da ich immer auf das Sägemehl lauere, ging ich runter. Der Wagen hatte aber Holz geladen, zersägte Stubben, u. der Fahrer fragte, ob wir kaufen wollten, 45,– M. pro Meter. Ich ging gleich zu Hans W. rein u. sagte ihm Bescheid. Er kaufte 4 Meter, die im Dunklen vor's Haus geworfen wurden. Es handelt sich natürlich um verschobene Ware. Hans W., Alice u. ich schleppten gemeinsam das Holz in den Garten Hans u. Alice mit dem Handwagen. Es waren sehr schwere Brocken. Hans u. Alice waren in diesem Augenblick doch sehr zufrieden, daß ich im Hause war, sie wären ohne mich nur schwer fertig geworden, denn Hans stellt sich bei solchen Arbeiten überaus tölpelhaft an. Er kann kaum einen Nagel in die Wand schlagen.

     Es ist kälter geworden, aber in meinem Zimmer ohne zu Heizen noch erträglich.