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Tafellied beim Stiftungsfeste des Kunst- und Handwerksvereins zu Altenburg

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
Autor: S.
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Titel: Tafellied beim Stiftungsfeste des Kunst- und Handwerks-Vereins zu Altenburg
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Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 24. Februar 1835
Verlag: Eisenbergisches Nachrichtsblatt
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Erscheinungsort: Altenburg/ Eisenberg
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft: Stadtarchiv Eisenberg: Eisenbergisches Nachrichtsblatt für Unterhaltung und gemeinnütziges Wirken, No. 8, Dienstag, den 24. Februar 1835, S. 58-59
Quelle: Thulb Jena
Kurzbeschreibung:
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Tafellied
beim
Stiftungsfeste
des
Kunst- und Handwerks-Vereins zu Altenburg.


Einer.     Gott zum Gruß im Rund der Meister,
          Vielerprobter, weitgereister,
          Allerwege guter Geister;
               Liebe Herren! Gott zum Gruß.
          Sitzt man stumm beim Hauptquartale? –
          Sang nur giebt dem Festpokale
                    Festgenuß.

Alle.     Fließe Saft der deutschen Rebe!
          Unter Sang die Sitzung lebe
               Hoch! hoch! hoch!
               Festessitzung hoch!

Einer.     Huldigung dem Fürsten Throne
          Neu geschmückt vom edlen Sohne
          Mit der väterlichen Krone,
               Dreimal Heil Dir, neuer Herr!
          Wohlbedeckt mit Deinem Schilde
          Grünet unsre Meistergilde
                    Kräftiger.

Alle.     Fließe Saft der deutschen Rebe!
          Fürstlicher Protektor lebe
               Hoch! hoch! hoch!
               Herzog Joseph hoch.

Einer.     Preis dem lieben Vaterlande!
          Schlingt es doch die Rautenkante
          Fest um alle Kunstverwandte
               Und giebt treuem Fleiß den Lohn.
          Allenthalben Kunst und Kenner;
          Allenthalben Gunst und Gönner
                    Bis zum Thron.

Alle.     Fließe Saft der deutschen Rebe!
          Bau des Vaterlandes lebe
               Hoch! hoch! hoch!
               Seine Pfeiler hoch!

Einer.     Preis der Stadt, in der wir pflanzen,
          Die die Theile knüpft zum Ganzen
          Und wo hinter sichern Schanzen
               Unsre Meisterlade steht.
          Dank, im mystischen Theater,
          Unserm alten Herbergsvater
                    Archimed!

Alle.     Fließe Saft der deutschen Rebe!
          Stadt und Herbergsvater lebe
               Hoch! hoch! hoch!
               Mit den Kindern hoch!

Einer.     Brüder Künstler und Gewerken!
          Auf, die Bruderkraft zu stärken,
          Daß die draußen staunend merken,
               Kleines wächst durch Eintracht groß!

[59]

          Lacht des Zahns der Vergifter,
          Lobt die Stiftung nur den Stifter
                    Täuschungslos.

Alle.     Fließe Saft der deutschen Rebe!
          Bund und Bundesstifter lebe
               Hoch! hoch! hoch!
               Lange, lange hoch!

Einer.     Soll die Kunst in Lüften schweben? –
          Auf! um Boden ihr zu geben,
          Daß sie gebe Reiz dem Leben
               In der Hütte, im Pallast.
          Laßt uns sinnen, prüfen, lauschen,
          Fremdes gegen Eignes tauschen
                    Ohne Rast.

Alle.     Fließe Saft der deutschen Rebe!
          Künstlerfleiß und Forscher lebe
               Hoch! hoch! hoch!
               Jede Werkstatt hoch!

Einer.     Augenlust des Angenehmen
          Zum Gediegnen und Bequemen! –
          Fort, weß sich die Meister schämen,
               Fort mit altem Schlendrian!
          Jedes Werk ein ruhmgekröntes
          Und das Land ein neuverschöntes
                    Canaan.

Alle.     Fließe Saft der deutschen Rebe!
          Braver Meister Schöpfung lebe
               Hoch! hoch! hoch!
               Allenthalben hoch!

Einer.     Also geht das Kunstgetriebe!
          Wißt ihr, was noch übrig bliebe?
          Ruh im sichern Schooß der Liebe,
               Feierabend ohne Fluch,
          Und zur Heimkehr (also ziert es)
          Ein mit Ruhm von Gott visirtes
                    Wanderbuch.

Alle.     Fließe Saft der deutschen Rebe!
          Künstlers Tag und Abend lebe
               Hoch! hoch! hoch!
               Bis zur Heimkehr hoch!                 S.