Topographia Alsatiae: Haitersheim

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Topographia Germaniae
Haitersheim (heute: Heitersheim)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1643/44, S. 24–25.
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[T11]
Heyterscheim.jpg
[24]
Haitersheim / oder Heidersheim /

Ein Schloß / und Residentz deß Herren Obersten Meisters Johanniter Ordens im Teutschland. Ligt im Brißgäu / und hat dieses Hauß / dem gemeldten Orden / der Graff von Hachberg / oder Hochberg / gegeben; welches Geschenck hernachmahls von seinen Söhnen / Heinrich / und Rudolphen / Anno 1197. bestättiget worden ist. Käyser Friderich der Vierdte hat dem Dorff beym Schloß zween Jahr-Märckt / einen auff den nächsten Montag nach Bartholomaei / und den andern auff S. Niclaustag zu halten / vergönt. Neulich / und so viel mir wissend / noch der Zeit / ist Prior / oder Ober-Meister dieses Ordens in Teutschland / Herr Friderich[1] / der Römischen Kirchen Cardinal / und Land-Graff zu Hessen / Darmbstadt / etc. Dessen Antecessor, Herr Hartmann von der Tanne / (so Reichs-Fürsten Stelle / wie seine Vorfahren auch gehabt) Anno 1638. den 24. Martii, gestorben ist. Sein / deß Herren Meisters zu Haitersheim / Monatlicher Reichs-Anschlag ist / 10. zu Roß / 30. zu Fuß / oder 240. fl. und zum Kammer-Gericht Jährlich 83. fl. 21. Kr. 3. Heller; wie ich gefunden / den Thaler zu 69. Kreutzer gerechnet.

Es sind unter Haiterßheim noch andere Oerther / als Grießheim / Bremgarten / Schlatt / Gundlingen und Lingen. Und ist zu besagtem Haiterßheim / so ein Marckt-Flecken von theils Haltern genandt / [25] ein Kloster / welches vor etlichen Jahren deß Bischoffs von Basel Schwester vor Jungfrauen / so Jesuitinnen seyn / und nach der Jesuiter Regul leben / gestifftet / und von dem ihrigen die Einkommen darzu verordnet / und vermacht haben solle.

Anmerkungen (Wikisource)[Bearbeiten]

  1. WS: Im Original Frrderich