Topographia Austriacarum: Welß

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Topographia Germaniae
Welß (heute: Wels)
<<<Vorheriger
Weytra
Nächster>>>
Wien
aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1679, S. 21–22.
Wikisource-logo.png [[| in Wikisource]]
Wikipedia-logo.png Wels (Stadt) in der Wikipedia
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du unter Hilfe
Link zur Indexseite


[21]
Welß.

Philippus Cluverius, in Beschreibung deß Norici, will / daß diese schöne / und wolerbaute Landsfürstliche Ober-Enserische / oder in Ober-Oesterreich / 4. Meilen von Lintz / und an dem Fluß [22] Draun gelegene Statt / vor Zeiten / von den Inwohnern / nemlich den alten Noricis, Willabs genant worden seye / darauß die Römer Ovilaba, Ovilava, und endlich Ovilanis, und Ovilatus gemacht haben; wie sie dann also in den tabulis, beym Antonino aber Ovilabis, Ovilavis, und sonsten Ovilia, und in einer alten Inscription Colonia Aurelia Antoniana Ovil, genant werde; welchen Nahmen Theils dem Closter Lampach geben. Wolffgangus Lazius lib. 12. Commentar. Reip. Rom. sect. 7. cap. 3. schreibet / daß Welß vor Zeiten Welas gehissen / und den Grafen von Labenbach (Lambach) und Welas / gehört habe / wie die alte Brieff außweisen; an welchem Ort etwann Falsiana, wie er muthmasse / gestanden / deren Scotus in Codice Praefecturar. Romanarum gedencke. Siehe unten / im Anhang / Lambach. Im 7. Buch de Migrat. Gentium fol. 317. sagt er Lazius, es habe Welß vorhin den Grafen von Scherdingen / Neuburg / und Lambach / gehört; seye hernach an das Stifft Würtzburg / und durch Kauff an Oesterreich kommen; wie dann in einer alten Chronic also gelesen werde: Hertzog Leupold kaufft wider den Bischoffe Haynrichen von Würtzburg / Welß / und die Leuth / und alles / so zu derselben Statt gehört. Es hat allhie ein gar schöne Vorstatt / und in der Statt ein Fürstliche Burg / oder Schloß. So ist auch deß vornehmen / und alten Geschlechts der Herren von Polheim (deren Grabschrifften daselbst in einem Closter gelesen werden) anderes Stammhauß / auch Polheim genant / allda an der Stattmauer / so ein eignes Thor in die Statt / und eine Brucken über den Stattgraben hat. Vide Itinerar. German. part. 1. fol. 306. sequent.

[T32]
Statt Welß (Merian).jpg