Topographia Bavariae: Waldeck

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Topographia Germaniae
Waldeck (heute: Burg Waldeck)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main Merian 1644, S. 108.
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Waldeck /

Ein vestes Schloß / in der Obern Pfaltz / vnd vnderhalb Amberg / an der Vils gelegen / dabey ein Marcktflecken gleichen Namens seyn solle. Gaspar Bruschius, in Beschreibung deß Fiechtelbergs / sagt / es seye Waldeck eine Graffschafft / so seiner Zeit / einen Hauptmann auff Waldeck gehabt; daselbst auch eine Caploney gewesen. Anno 1648. hat diese Berg-Vestung der Schwedische General LeutenAmbt / Herr Johann Christoff von Königsmarck / den 5. 15. Julij / auff Gnad / vnd Vngnad / erobert / als er den Vorhoff / auß dem Flecken beschossen. Anno 49. haben die Schwed. dieses Schloß; wie auch das Schloß Falckenberg / wider abgetretten.

Es ist auch Waldeck in Bäyern / davon sich die Herren von Mächselrain / Freyherren / schreiben. Vnnd ist solches Waldeck eine Reichs Herrschafft / vnd Sie / die Herren von Mächselrain / ein ReichsStandt / deren Monatlich einfacher Anschlag ist 1. zu Roß / vnnd 2. zu Fuß / oder zwantzig Gulden / vnnd zu Vnterhaltung deß CammerGerichts / Jährlich vorhin 4. Gülden / jetzt aber / wie ich gefunden / nach dem erhöchten Anschlag / sechs Gülden / 42. Kreutzer fünff Heller / den Thaler zu 69. Kreutzer gerechnet.