Topographia Electoratus Brandenburgici et Ducatus Pomeraniae: Schwedt

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Topographia Germaniae
Schwedt (heute: Schwedt/Oder)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1652, S. 93.
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Schwedt / Schwet /

An der Oder / oberhalb Vierraden / in der Mittel Marck Brandeburg / so / nach Absterben deß letzten Grafen von Hohenstein / Martini, Anno 1609. an den Churfürsten zu Brandeburg gefallen ist. Hochwolgedachter Herr Graff hat alhie / auf Unterhaltung der Kirchen- und Schuldiener / viel gewandt. Ligt 7. Meilen von Stetin. A. 1631. ließ der König auß Schweden alda eine Schiffbrücke über die Oder schlagen / und verschantzen / und schlug auch in Lager zwischen beeden Orthen / Schwet / und Vierraden. Ann. 1636. machte sich der Schwed. Feld-Marschall Wrangel / der ihm an den Ostern / Fräul. Amalia von Nassau / zu Stetin / hatte beylegen lassen / an Schwedt / darin Oberster Rostock mit einer starcken Besatzung lage / bekams auch in seinen Gewalt. Ward hernach von den Käyserischen besetzt / und wieder verlassen / dahin sich sonders Zweifels / hernach / Chur Brandeburgische gelegt haben werden. Und ist gegen dem Winter Anno 37. der Schwedische Feld-Marschall Banier auß Mechelnburg / und Vor-Pommern in unvermutlicher Eyle / auf dieses Schwet / zugangen / und da Er die Schantzen herumb / biß auff die / so mit der Oder umbgeben sind / welche doch endlich auch verlassen wurden / hinweg genommen / auch das schöne Churfürstl. Schloß alda in den Brand gesteckt / ist er durch Stetin in die Neumarck gangen. Anno 1640. im Eingang deß Decembris / giengen die Brandeburgische Goldackerische Reuter / von Spandau hieher auff Schwed / und thaten alda Schwedisches Volck außheben. Und in diesem vielfältigen Anfall / solle das Städtlein / oder Marckt-Fleck / gantz ruinirt worden seyn.