Topographia Franconiae: Romhilden

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Topographia Germaniae
Romhilden (heute: Römhild)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1648, S. 83–84.
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Romhilden.

Ligt nahend Hilperhausen / und ein Meil von der Würtzburgischen Vestung Königshofen / hat ein Stifftskirchen / und ein Schloß / darauff etwan ein Gräfflich Hennebergische Hoffhaltung gewesen: wie auch auff dem nicht weit von hier gelegenen Hauß Hartenberg. Es schreibet Cyriacus Spangenberg in seiner Hennebergischen Chronic / lib. 4. c. 26. Berthold der 19. Graff und Fürst zu Henneberg / auff Romhild / der Anno 1549. ohne Kinder gestorben / die Herrschafft Romhild / seiner Gemahlin Brudern / Graff Hanß Georgen zu Manßfeld / und dessen Brüdern / bey seinem Leben verkaufft / welche hernach dieselbe (und also auch diese Stadt) mit den Hertzogen zu Sachsen / für das Closter Oldersleben / bey der Sachsenburg / vertauscht / und etlich Geld zugenommen haben. Ist folgends zur Coburgischen Pfleg gezogen / und der Zeit Fürstlich Altenburgisch; wird aber im Fränckischen Crayß / oder gegen denselben vertreten. Was dieser Ort in dem jetzigen Krieg außgestanden / davon findet sich wenig auffgezeichnet. Anno 1641. hatte der Schwedisch Oberste Reinhold von Rosen allhie sein Hautquartier. Anno 1642. haben die Erfurter / umb den 10. [84] Martii / dieses Städtlein / darinn damals Wahlisches Volck gelegen / überfallen / Viehe / und Pferde / zum theil abgenommen.

Nahend Römhild ligt das Dorff Trackstadt / allda es ein Ganerben-Gericht hat / von deme Wehnerus in pract. Observat. p. 198. zu lesen. Es solle solches alle Quatember / von wegen aller Ganerben / gehalten werden. In der Nürnbergischen Anno 1650. gemachten Repartition, stehen wegen Henneberg / Romschild / für 133½. Monat Römerzug 20292. fl. nehmlich 7476. fl. wegen deß Hauses Sachsen / 10146 fl. wegen Coburg / und 2670. fl. wegen Würtzburg.