Topographia Saxoniae Inferioris:Strand

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Topographia Germaniae
Strand (heute: Nordstrand)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1653, S. 227.
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Strand / oder Strandia,

Ist eine Insel / nicht sonders weit von der Schleßwickischen Statt Husem / vnd dem festen Lande / gelegen / vnd hat viel Inwohner / vnd Pfarren; allda nicht allein ein Fischerey / sondern auch ein feiner Ackerbaw. Es wird sehr gezweifelt / wo deß Plinii Glessaria lige? Ortelius hält darfür / ist auch Joh. Isac. Pontanus nicht fast darwider / daß Ameren / vor dem Cimbrischen Gestade gelegen / Glessaria seye / weilen Ameren so viel / als der Lateiner Glessum, vnd Succinum: Oder / es möchte auch diese Insel Strand / welche am nächsten bey Amera lige / darfür gehalten werden / wie dann der Nahm / mit deß Plinii Austrania, zimblich überein komme. Dann / was Plinius Glessariam heisset / das ward / von den Barbaris wie Er sagt / Austrania genant; wiewol die Inwohner sagen / daß auch in der Insel Hillegeland / nicht weit von der Elbe Außfluß / der Agtstein gefunden werde. Von der besagten Insel Strand / redet Jonas von Elverveldt also:

Ne bona securae desint mihi commoda vitae
Me pecorum ditat cura, boumque labor.
Pro quibus,aeternos ne gratia desit in annos
In clypeis Christum, qui regit ista, colo.

Sihe oben den Eingang dieses Tractats / vnnd daselbst die Beschreibung deß Hertzogthumbs Schleßwick; vnd hieunten die Beschreibung Tonningen.