Topographia Saxoniae Inferioris:Woldenberg

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Topographia Germaniae
Woldenberg (heute: Burg Wohldenberg)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1653, S. 240.
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Woldenberg /

Ein Schloß / sampt zugehörigem Graffschafft / im Stifft Hildesheim gelegen. Anno 1182. belagert / vnd eroberte Keyser Friderich der Erste dieses Schloß Woldenberg: hernach hat dasselbe Hertzog Otto zu Braunschweig / vnd Lüneburg / der 32. Bischoff zu Hildesheim / der Anno 1280. gestorben / von dem Graven zu Woldenberge bekommen / vnd dasselbe zum Stifft Hildesheim gebracht; Otto aber / deß Nahmens der Ander / ein geborner Graff von Woldenberge / vnd der 35. Bischoff zu Hildesheim / hat folgends auch die gantze Graffschafft an das Stifft Hildesheim geben; weil Er der letzte Graff von Woldenberge gewesen; die aber / sampt dem Schloß / im Hildesheimischen Krieg / Braunschweigisch worden. Es ligt dieselbe zwischen den alten Graffschafften / Peine / Ringelheim / vnd Wintzeburg. Das Geschlecht derselben Graffen war groß / vnd weitläuff / welches sich in vnterschiedliche Stämme abgetheilet / deren jede ihre besondere Nahmen an sich genommen; vnd / vnter welchen / die Graven von der Insul / die Graven von Woldenstein / vnd die Edlen Herren von Wimmelstein / gewesen; die alle vrsprünglich von Woldenberg seyn; wie Meibomius, in der Riddagshusischen Chronick / am 48. blat / berichtet.