Topographia Sueviae: Bebenhausen

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Topographia Germaniae
Bebenhausen
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1643, S. 30–31.
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Bebenhausen /

Ein vornehmes Manns Closter Cistertzer Ordens / im Hertzogthumm Würtemberg / vnd ein halbe Meil ohngefehr von Tübingen gelegen / so Pfaltzgraf Rudolff von Tübingen vmbs Jahr 1181. vnnd seine Gemahlin / gestifftet; allda auch etliche Grafen von Tübingen begraben ligen. Der besagte Stiffter / so An. 1219 gestorben / hat solches Closter anfangs für den Praemonstrater Orden erbawt; hernach aber seyn die Cistercienser Mönch allda eingeführt worden. Theils sagen / daß allbereyt im Jahr 700. dieses Closter durch Bebonem, einem Hertzog in Alemannien; Andere aber / durch die Edelleuth von Lustnow / gestifftet / aber von dem gedachten Rudolpho mehrers begütert worden. Der erste Abbt hieß Diepoldus, von dessen Nachfolgern Crusius zu lesen. Der erste Evangelische Abbt war Eberhardus Bidenbach der H. Schrifft Doctor. Es gehören solchem Closter die Dörffer / Weilschönbuch / Offtertingen / Lustenaw / Jesingen / Reißen / vnd Jmmenhausen. Vnd hat das Kloster einen grossen Begriff vnnd ein feine Kirchen. Vnd wurden vorhin / an statt der Mönch sechtzig Fürstliche Stipendiaten bey der Schuel darinn / sampt ihren Praeceptoribus, vnderhalten / auff die der Abbt seine Inspectiones gehabt: Folgends ward dieses Closter den Römisch-Catholischen [31] wider eingeraumbt; Aber An. 1649. vermög deß General Frieden Schlusses / Jhr F. Gn. Herrn Eberharden / Hertzogen zu Würtemberg / etc. restituirt: So Herrn Doctorem, J. Valentin. Andreae, zum Abbt dahin verordnet / vnd die Fürstliche Schuel allda wider anrichten hat lassen. Siehe von solchem Closter / obgedachten Crusium, an vnderschiedlichen Orthen seiner Schwäbischen Chronic.