Topographia Sueviae: Gengenbach

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Topographia Germaniae
Gengenbach
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1643, S. 78.
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Gengenbach.

Ist ein ReichsStättlein in der Mordnaw / gegen dem Rhein zu / ein Meil ob Offenburg / an der Kintzig / vnd drey Meilen von Straßburg / gelegen / dessen Monatlicher Anschlag ist fünffzehen zu Fuß / oder sechtzig Gülden / deß Herrn Praelaten aber daselbst besonders 24. Gülden / zum Cammergericht aber jährlich 75. Gülden. Pirminius, ein Bischoff von Straßburg / hat Anno 724. das Kloster allhie gebawet / in welches nur von Adel genommen werden / vnnd hat der Abt vom Käyser Rudolpho I. Anno 1278. erlanget / daß kein Vnderthan / vnnd Lehen-Mann / von seinem Vrtheil appelliren möge. Vid. Reusnerus de Urb. Imp. & Cursius in Annal. Suev.

Anno 1632. ward Gengenbach / von den Schwedischen / eingenommen / die damaln auch Ortenburg in der Ortenaw eroberten: Vnnd hat Gengenbach auch sonsten viel in dem nächsten Krieg außgestanden; deren Statt Monatlich / Einfacher Reichs Anschlag ist 60 Gülden vnnd zum CammerGericht jährlich 28. Gülden 21. Kreutzer 3. Heller; wie ich in einer geschriebenen Verzeichnuß gefunden. Vor Jahren gab sie 17. Gülden.