Topographia Sueviae: Montfort

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Topographia Germaniae
Montfort
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1643, S. 133.
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Montfort / oder Starckenberg /

Ein berühmbtes Schloß. Es läßt sich vnder Ranckweil ein Vorspitz deß Gebürgs herfür / dem Rhein zu / darauff der Clausen dieses Lands / dieses sehr alte Schloß gegen Mitternacht stehet. Ist dahin gebawet durch die alten / durch die alten Montfortier; wie im Text / vnd Beschreibung der Statt Veldkirch hievon ein mehrers zu lesen. Johann Georg Schlee schreibet fol. 49. also. Gleich ob dem Dorff Gezis / ligt / nächst der Strassen / ein Thurn / vnd Schloß / Alt Montfor genandt / so die Grafen von Montfort ebener massen gebawt / vnd besessen / der Zeit noch zimblich im Wesen: Darzu gehören Weingärten / Güter / Zinß / Fischenzen / vnd Gülten / der Zeit ein Pfandtschafft vom Hauß Oesterreich. (dann dieser Orth mit der Zeit an Oesterreich kommen ist.) Vnder solchem Schloß ligt ein gemaurte alte Clauß / vnd Paß / vnd darhinder eine Capelle / dahin man Wahlfartet / zu S. Algast genant. Biß hieher dieser: Crusius part. 3. Annal. lib. 8. cap. 20. pag. 476 schreibet auß deß Bruschii vngedruckten hinderlassenen Schrifften / daß die Grafen von Montfort / den Titel von Morea führen / weiln sie vor Zeiten mit dem Käyserischen KriegsVolck in Pe oponesum (so heutigs Tags Morea genandt wirdt) gezogen / vnd einen Theil desselben Landes / für jhre auffgewandte Vnkosten bekommen hätten. Sihe vnden Tetnang. Sie haben jhre Begräbnüß in dem vnder jhren Schutz gehörigen Pauliner Closter Langenaw / so zwischen Tetnang / vnnd Lindaw / von jedem Ort 2. Stund / wie man berichtet / gelegen / vnd welches Closter / darinn der Zeit der Pater Provincialis dieses Ordens seine Wohnung hat / nach de es im nächsten Krieg auß Verwahrlosung der Schwedischen Soldaten / so darinn gelegen / abgebronnen / jetzt wider reparirt wird. Dabey zu mercken / daß hochwolgedachte Herren Grafen auch zum Theil jhre Begräbnuß / in dem obgedachten Closter Lewenthal / oder Liebenthal / haben: wie so wol von dem Obern / als dem Letzten berichtet wird.