Topographia Sueviae: Wiesensteig

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Topographia Germaniae
Wiesensteig
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Wisenstaig
aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1643, S. 221–222.
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Wiesensteig / Wysenstaig /

An der Vilß / zwo Stunden vom Bollerbad / zwischen hohen Bergen / im Thal gelegen / da gleich vor der Statt / gegen dem Dorff Milhausen / vnd besagtem Boll / zu / die schöne Kirch / Totzburg genannt / auff einem Hügel / gegen dem Berg vber / stehet. In der Statt ist S. Cyriaci Stiffts- vnd Pfarr-Kirchen / so vor Zeiten ein Kloster / von Rudolpho Helffensteinio, Käysers Ludovici Pii Diener / gestifftet / gewesen. Es haben die Grafen von Helffenstein / Freyherrn zu Gundelfingen / Herrn zu Mößkirch / Wiesensteig / etc. deren der Letzte / Rudolphus genant / allhie Anno 1627. den 10. vnd 20. Septembris / gestorben / guten Theils / sonderlich auff die Letzte / in dem prächtigen Schloß allda Hoff gehalten / darbey / vor diesem verderblichen Krieg / ein gar lustiger / grosser [222] Garten / dardurch die Vilß / oder Filtz / laufft / mit schönem gar frischem Wasserwerck / stattlichen Fischweyhern / vnnd auch einem grossen Teich ober der Statt / mit wilden Enten / zu sehen gewesen. In der Statt hatte es viel / vnd gute Wirtshäuser / vnd den 13. Septemb. ein grossen Jar- vnd Viehmarckt. Mart. Magerus de Advocatia armata, & Joh. Bauhinus de aquis medicatis pagina 21. sequent.