Unsere Kunstbeilage

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Titel: Unsere Kunstbeilage
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 1, S. 20
Herausgeber: Adolf Kröner
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Erscheinungsdatum: 1895
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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Kunstbeilage


[20] Unsere Kunstbeilage. Sind sie nicht allerliebst, die zierlichen Backfischchen, wie sie sommerlich angezogen und leichtfüßig unter den Bäumen daherkommen? Sogar die gestrenge Vorsteherin kann den mütterlichen Stolz nicht ganz hinter der Autoritätsmiene verbergen, mit welcher sie eine Schlechtgelaunte unter ihrer kleinen Schar zu größerer Freundlichkeit ermahnt. Umsonst – der kleine beleidigte Trotzkopf schleicht düster hinter den schwatzenden andern drein, die natürlich wieder thun, als ob sie nicht auf der Welt wäre! Sie möchte auch am liebsten nicht mehr darauf sein, denn sie hat jetzt, seit Klärchen und Eugenie so intim miteinander thun, die Falschheit aller Freundschaft erkannt, und an dem Uebrigen ist ja überhaupt nichts gelegen! … Fern von solchen Gedanken schreiten die beiden „Großen“ an der Spitze des Zuges, mit bereits damenhafter Sicherheit das Kreuzfeuer männlicher Blicke passierend.

„Der Jahrgang wird gut,“ sagt schmunzelnd der Aeltere, „Tausend noch einmal, was giebt das für nette Mädels! Da habt Ihr Aussichten, Ihr Junggesellen!“ – Und der Jüngere macht ein keineswegs ablehnendes Gesicht zu dem Lobe. Offenbar wünscht der Maler des hübschen Bildes auch den Beschauer für die gleiche Ansicht zu gewinnen, und wir werden ihm wohl das Zeugnis nicht versagen, daß ihm dies vollständig geglückt ist!

Bn.