Zedler:Thulo

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Thulmeyer, (Wilhelm Heinrich von)

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Thulschöi

Band: 43 (1745), Spalte: 1914–1915. (Scan)

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Thulo, wird ein Stein genennet, welcher in Schonen bey dem Dorffe Ströh, ohnweit Lands-Cron, unter einen ansehnlichen Grabhügel Thulschöi genannt, der mit verschiedenen Ruhm und andern Grabsteinen gezieret ist, lieget.

Als diesen Stein Thulo, ein Bauer, ausgraben und in seinem Hause zum Bauen brauchen wollen, soll in der ersten Nacht in seinem Hause ein so großer Lerm und Gepolter zu hören gewesen seyn, als wenn man das gantze Gebäude mit Gewalt umreissen wolte. Als nun [1915] dieser große Tumult etliche Nächte im Hause fortgedauret, soll der Haußvater zu Gott um Rettung geseuffzet haben. Worauf ihm, wie man sagt, oder vielmehr erdichtet, jemand im Schlaff erschienen wäre, der zu ihm ins Ohr gesagt: Bring Klein-Thule wieder an seinen Ort hin. So bald der ehrliche Bauer des Morgends erwachet, bringt er sorgfältig wieder den Grabstein an seinen alten Ort, worauf sich die Raserey des Gespenstes gelegt haben soll.

D. Worm L. III. Mon. p. 157. Arnkiels Mitternächtliche Völcker III. Th. p. 154. §. 45.