Zwei Denkmäler

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Titel: Zwei Denkmäler
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 15, S. 166
Herausgeber: Ferdinand Stolle
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1853
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung: Napoleons Absicht, seinen Nachruhm durch grandiose Denkmäler zu mehren
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Bearbeitungsstand
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[166] Zwei Denkmäler. Zu Ende des Jahres 1812 befanden sich zwischen Moskau und dem Niemen 1131 französische Kanonen in der Gewalt der Russen. Kaiser Alexander befahl, aus diesen Kanonen nach Art der berühmten Rostrumsäule in Rom (aus Schiffsschnäbeln) zwei colossale Säulen, die eine in Moskau, die andre in Petersburg zu errichten. Ob es eine Antwort auf diese russischen Denkmäler sein sollte oder nicht – genug! am Tage nach der Schlacht von Bautzen, den 23. Mai, erließ Napoleon früh Morgens 2 Uhr ein Decret für Errichtung eines Monumentes auf dem Mont Cenis zu Ehren Frankreichs und Italiens mit folgender Inschrift: „Kaiser Napoleon hat auf dem Schlachtfelde von Wurschen die Errichtung dieses Denkmals anbefohlen als einen Beweis seiner Dankbarkeit gegen die Völker von Frankreich und Italien und für die fernste Nachwelt zum Andenken an diesen merkwürdigen Zeitpunkt, wo in drei Monaten zwölfmalhunderttausend Mann zum Schutze der Integrität des Gebiets des französischen Reichs und dessen Bundesgenossen die Waffen ergriffen haben.“ 25 Millionen Franken waren zur Ausführung dieses Denkmals bestimmt und alle Architekten des französischen Reichs zu dessen Entwurf aufgefordert. Leipzig ersparte Geld und Mühe! Unterdessen ist das Monumenten-Errichten für Napoleon I. wieder in Schwung gekommen, u. A. wird die Stadt Lille eine Quantität Bronze, die von den bei Austerlitz eroberten Kanonen herrührt, für eine Statue desselben verwenden. Bei den beweglichen Franzosen ist nun einmal der Cäsarencultus in Mode!