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Aphorismen

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
Autor: Erich Mühsam
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Titel: Aphorismen
Untertitel:
aus: Kampf. N. F. 1904. Nr. 2, S. 45 und Nr. 3, S. 79
Herausgeber: Senna Hoy
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1904
Verlag: Holzmann
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Erscheinungsort: Berlin
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Quelle: Scan auf Commons
Kurzbeschreibung:
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[45]

Aphorismen.

Ein Aphorismus ist, wenn man kein Essay schreibt.

*

Journalist ist kein Beruf, sondern eine Eigenschaft; im besten Falle ein Schicksal.

*

Wie man betet, so lügt man.

*

Ehrbarkeit ist aller Laster Anfang.

*

Die Erde ist ein möbliertes Zimmer ohne Bedienung.

*

Die Ehe ist ein Doppelselbstmord.

Erich Mühsam.

[79]

Aphorismen.

Besser eine Taube in der Hand, als ein Spatz auf dem Dache.

*

Der größte Künstler ist, der mit Grazie nichts thut.

*

Das Weib ist ein Filiale der Hölle.

*

Der Mensch ist das All – soweit sein Horizont reicht.

*

Wir legen den Glauben ab, um das Glauben dafür einzutauschen.

*

Du sollst dem Armen ein Zehntel geben, aber neun Zehntel nehmen – die gieb dem Reichen.

*

Magenknurren ist der Vordonner der Revolution.

Erich Mühsam.