Zum Inhalt springen

Der Kiebitz

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
<<< >>>
Autor: Klabund
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Sonette des Spielers: Der Kiebitz
Untertitel:
aus: Die Harfenjule
S. 42-43
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1927
Verlag: Die Schmiede
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Berlin
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans auf Commons
Kurzbeschreibung:
Die Vorlage wird sowohl in der Layoutfassung des Erstdrucks als auch mit abgesetzten Reimzeilen wiedergegeben.
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
[[index:|Indexseite]]


[42]
Der Kiebitz.

Es geht wohl immer einer neben dir, er sieht dir in das aufgeschlagne Blatt, er läuft am Wagen als das fünfte Rad, und trinkt mit dir aus einem Glase Bier.

Er ist dein Schatten, und du bist sein Tier. Was du auch schlingst, er sagt sich niemals satt. Dein ganzes Dasein [43] scheint ihm schal und matt und er verlangt sein Leben, ach, von dir.

Wohin du auch die müden Schritte lenkst, wie eine Bremse schwirrt er stets um dich. Und was du tust und was du auch bedenkst:

Er zehrt von deinem Ansehn brüderlich. Wenn du dich in des Todes Masse mengst: er bleibt am Leben: geil und lüderlich.


[42]
Der Kiebitz.


Es geht wohl immer einer neben dir,
er sieht dir in das aufgeschlagne Blatt,
er läuft am Wagen als das fünfte Rad,
und trinkt mit dir aus einem Glase Bier.

5
Er ist dein Schatten, und du bist sein Tier.

Was du auch schlingst, er sagt sich niemals satt.
Dein ganzes Dasein [43] scheint ihm schal und matt
und er verlangt sein Leben, ach, von dir.

Wohin du auch die müden Schritte lenkst,

10
wie eine Bremse schwirrt er stets um dich.

Und was du tust und was du auch bedenkst:

Er zehrt von deinem Ansehn brüderlich.
Wenn du dich in des Todes Masse mengst:
er bleibt am Leben: geil und lüderlich.