BLKÖ:Vocelka, Franz

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Vocelka, Eduard
Band: 51 (1885), ab Seite: 118. (Quelle)
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Vocelka, Franz (Compositeur, geb. zu Rouchovan 1820, gest. zu Hostim bei Mährisch-Budweis am 12. Februar 1869). Nach Beendigung der Schulen dem Lehramte sich widmend, versah er die Stelle eines Unterlehrers einige Zeit zu Jaromiř, dann zu Mährisch-Krumlau, worauf er den Posten eines Lehrers im Hause des Freiherrn Hagen in Galizien annahm. Daselbst machte er sich die polnische Sprache eigen und wurde dann selbständiger Lehrer zu Hostim. Er war ein geschickter Musiker und spielte ebenso gut die Orgel, als er sang. Um sich einer Lehramtsprüfung zu unterziehen, begab er sich nach Wien, wo er sich den Keim der Krankheit geholt haben mochte, welcher er bald nach seiner Rückkehr im schönsten Mannesalter erlag. Er versuchte sich auch als Schriftsteller, und in den früheren Jahrgängen des [119] von Pospíšil in Prag und Königgrätz 1834–1848 verlegten Unterhaltungsblattes „Květy“, d. i. Blüten, hat er Einiges drucken lassen. Bekannter ist er als Compositeur; außer etlichen Tänzen, darunter mehrere Polka, schrieb er auch Kirchenstücke, so Gradualen und Offertorien. Seine letzte Composition führt den ominösen Titel: „Cis- und Trans-Polka“. –