MKL1888:Dippoldiswalde

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Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Dippoldiswalde“ in Meyers Konversations-Lexikon
Band 4 (1886), Seite 1009
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Wikipedia-Artikel: Dippoldiswalde
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Dippoldiswalde. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 4, Seite 1009. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Dippoldiswalde (Version vom 14.04.2021)

[1009] Dippoldiswalde, Stadt in der sächs. Kreishauptmannschaft Dresden, 355 m ü. M., an der Roten Weißeritz und der Hainsberg-Kipsdorfer Eisenbahn, hat 2 Kirchen, Strohhut- und Pappenfabrikation und (1880) 3321 meist evang. Einwohner. D. ist Sitz einer Amtshauptmannschaft und eines Amtsgerichts. Am Westrand der Stadt steht das nach dem Dreißigjährigen Krieg neugebaute Schloß, in welchem das sogen. Dippoldiswalder Mandat über die Prozeßordnung (1691) entstand. Ein unterirdischer Gang führt nordwärts zu einer Sandsteinklippe in der Heide, wo in einer Höhlung nahe am Einsiedlerbrunnen der Heidenapostel Dippold (Adalbert, Apostel der Preußen) gelebt und einen böhmischen Prinzen getauft haben soll. Jenem Einsiedler soll der Legende nach D. seinen Namen verdanken. Die Stadt ward sehr wahrscheinlich im 10. Jahrh. von böhmischen Bergleuten angelegt, gewann bald durch die nahen Bergwerke Bedeutung und erhielt 1363 Mauern.