MKL1888:Dipsaceen

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Dipsaceen“ in Meyers Konversations-Lexikon
Band 4 (1886), Seite 1009
Wikisource-logo.svg

Wikisource-Seite: [[{{{Wikisource}}}]]

Wikipedia-logo-v2.svg
Wikipedia-Artikel: Kardengewächse
Wiktionary small.svg
Wiktionary-Eintrag:
korrigiert
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Indexseite
Empfohlene Zitierweise
Dipsaceen. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 4, Seite 1009. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Dipsaceen (Version vom 16.04.2021)

[1009] Dipsaceen (Kardengewächse), dikotyle Pflanzenfamilie aus der Ordnung der Aggregaten unter den Sympetalen, Kräuter oder Stauden mit meist gegenständigen Blättern und köpfigen, behüllten Blütenständen. Der Boden des Köpfchens ist entweder nur mit den Blüten oder zugleich auch mit borstigen oder spreublattartigen Deckblättern besetzt; auch ist jede einzelne Blüte mit einem besondern kelchartigen, einblätterigen Hüllchen (Außenkelch) umgeben, welches an der Mündung verengert und am Rand entweder ganz oder in Zähne geteilt ist. Der Fruchtknoten ist unterständig; an seinem obern Ende trägt er den Kelchsaum, der gewöhnlich über dem Fruchtknoten eingeschnürt und am Rand entweder ganz, oder gezahnt, oder in borstenförmige Zipfel zerteilt ist, welche bisweilen federartig gebartet sind. Die dem Kelch eingefügte röhrenförmige Blumenkrone hat einen aus vier oder fünf Abschnitten bestehenden, oft ungleichen Saum und trägt vier im Grunde der Röhre entspringende, mit den Abschnitten des Saums abwechselnde Staubgefäße, von denen die zwei vordern bisweilen kürzer oder antherenlos sind. Das hintere, fünfte Staubgefäß schlägt fehl. Der einfächerige Fruchtknoten enthält eine an der Spitze des Faches hängende, anatrope Samenknospe. Der fadenförmige, einfache Griffel endigt in eine keulenförmige oder zweispaltige Narbe. Die Frucht ist eine trockne, mit dem Kelchsaum gekrönte und von dem Hüllchen umgebene Achene. Diese Familie besteht aus etwa 125 Arten, welche den gemäßigten und wärmern außertropischen Zonen der Alten Welt und dem Kap angehören; s. Dipsacus.