Seite:Badisches Sagenbuch 300.jpg

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Er höret den Burgunde
Und sieht den letzten Blick.

So schirmt er sein Gemüthe

250
Und steht gewappnet da,

Indem kommt im Gewüthe
Der Spielmann selbst ihm nah.

Er will den Degen schwingen
Und schlagen jenes Haupt:

255
Er hört die Pfeife klingen,

Die Kraft ist ihm geraubt.

Es stürzen aus den Bergen
Gestalten wunderlich,
Ein wüstes Heer von Zwergen,

260
Sie nahen grauerlich.


Die Söhne sind gefangen
Und toben in dem Schwarm,
Umsonst ist sein Verlangen,
Gelähmt sein tapfrer Arm.

265
Es stürmt der Zug an Vesten,

An Schlössern wild vorbei,
Sie ziehn von Ost nach Westen
Mit jauchzendem Geschrei.

Eckart ist unter ihnen,

270
Es reißt die Macht ihn hin,

Er muß der Hölle dienen,
Bezwungen ist sein Sinn.

Da nahen sie dem Berge,
Aus dem Musik erschallt,

275
Und alsobald die Zwerge

Stillstehn und machen Halt.

Der Fels springt von einander,
Ein bunt Gewimmel drein,

Empfohlene Zitierweise:
August Schnezler (Hrsg.): Badisches Sagenbuch 1. Band. Kreuzbauer und Kasper, Karlsruhe 1846, Seite 300. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Badisches_Sagenbuch_300.jpg&oldid=3217787 (Version vom 31.7.2018)