Seite:Oberamt Tettnang 125.jpg

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die außerordentlich dicken Mauern aus denselben rohen Blöcken, wie an dem Hatzenthurm.

  • 10) Unter-Lottenweiler, ein katholischer Weiler, mit 102 Einwohnern, der mit Ober-Lottenweiler fast zusammenhängt, aber seine eigene Markung hat. Den Zehnten hat das Königl. Cameralamt und das Fürstl. Fürstenbergische Rentamt Heiligenberg zu beziehen. Ein Lehengut gehört zur Kirchenpflege Ailingen. Ehemals besaß das Kloster Kreuzlingen, als Besitzer der Herrschaft Hirschlatt, 4 Höfe, und das Frauenkloster (St. Michael) zu Ravensburg 2 Lehen. Nordöstlich von Unter-Lottenweiler heißt ein Bezirk „Steinmauren.“
  • 11) Waldacker, ein Taglöhnerhaus, das erst vor ungefähr 20 Jahren erbaut worden und 1/8 Stunde von Ober-Ailingen liegt, worunter es gemeiniglich begriffen wird.
  • 12) Weiler-Mühle, ein Hof, an der Ach, mit einer Mahl- und Sägemühle, mit 6 Einwohnern. S. Weiler. Hof und Mühle gehörte früher zu Weissenau, das auch die Zehnten hatte.
  • 13) Wickenhausen, ein katholischer Weiler, mit 38 Einwohnern, an der Kornstraße. Die Zehnten besitzen theils Privaten, theils der Staat. Die Heiligenpflegen zu Haßenweiler und Ailingen besitzen jede ein Lehen. Vormals besaßen auch die Klöster Weingarten 2 Höfe, Kreuzlingen 1 Sölde.



3. Gemeinde Berg,
bestehend aus 27 Parzellen, mit 1329 Einwohnern (wovon 37 evang.).

Der Gemeindebezirk liegt an der Landesgrenze gegen Baden, und hat eine von dem Bodensee sanft ansteigende sehr fruchtbare Lage. Der Bezirk wird von dem Fischbach, dem Wackerhauser Mühlbach, dem Ried- und Rohrbach und auf der Grenze noch von der Ach bewässert. Er hat vielen Weinbau. Der Bezirk gehörte früher mit wenigen Ausnahmen zum Östreichischen Landvogtei-Amt Fischbach. Die Grundherrschaft war vielfach vertheilt. Der Bezirk ist unter 4 Pfarreien getheilt, wovon drei Berg, Fischbach und Jettenhausen, mit zwei Schulen an den beiden ersten Orten, und einer dritten zu Schnetzenhausen, dem Bezirk selbst angehören. Sämmtliche Gemeinde-Parzellen sind zum Cameralamt Friedrichshafen getheilt.



Empfohlene Zitierweise:
Johann Daniel Georg von Memminger: Beschreibung des Oberamts Tettnang. Stuttgart und Tübingen: J. G. Cotta, 1838, Seite 125. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Oberamt_Tettnang_125.jpg&oldid=3375259 (Version vom 1.8.2018)