Seite:Oberamt Tettnang 144.jpg

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in Eigileswilare im Linzgau die Kirche (basilicam), ein Haus mit Hof und andere Gebäude etc. und Neugart erklärt dieses Eigileswilare für unser Eggenweiler; in dem Ort selber aber findet man keine Spur von einer ehemaligen Kirche. Neugart, Cod. Dipl. No. 394. In späterer Zeit gehörte der Ort zum Gebiet der Landvogtei und das Östreichische Landvogteiamt Dürrnast hieß früher auch das Amt Eggenweiler.

  • 7) Ellenweiler, W. mit 12 k. Einw. Filial von Ettenkirch. Die Güter, die das Kloster Weißenau hier hatte, verlor es schon 1344 wieder.
  • 8) Furatweiler, W. mit 17 k. Einw. Filial von Ettenkirch. Grundherr und theilweise Zehntherr war früher das Kloster Weißenau. Auch das Kloster Kreuzlingen hatte hier ein zur Herrschaft Hirschlatt gehöriges Lehen, das 1803 von Östreich epavisirt wurde, s. Bettenweiler.
  • 9) Habratsweiler, k. W. mit 35 Einw. Filial von Ettenkirch. Die Lehensherrschaft war früher zwischen Hirschlatt, Löwenthal u. A. getheilt. Der Hirschlattische Antheil wurde von Östreich 1803 sequestrirt. Habratsweiler kommt unter dem Namen Hadebrechteswillare in den Weißenauer Urkunden öfters vor; auch Edle von H. erscheinen darin; so Heinrich und Burkhard von H. um das Jahr 1200.
  • 10) Hinterhof, ein W. mit 10 k. Einw. Fil. von Thaldorf.
  • 11) Holzbauer, H. mit 6 k. Einw. Filial von Brochenzell. Der Hof gehörte in Beziehung auf Gerichtsbarkeit und Besteuerungsrecht zum Weingartischen Amt Brochenzell, s. o. Grundherr war Weißenau; 1593 verkauften die Humpiß den in ihrem Niedergerichtsbezirk gelegenen Hof zum Holzbauer an letzteres Kloster.
  • 12) Huiweiler, W. mit 16 k. Einw. Filial von Ettenkirch, aus zwei jetzt eigenen Höfen bestehend.
  • 13) Hungersberg, ein kath., vormals Weingart. W. mit 20 k. Einw. Filial von Brochenzell. Die Grundherrschaft war hier ebenfalls Weißenauisch, nachher Sternbergisch. Hugo, Graf von Werdenberg verkauft die Höfe Weiler und Hungersberg dem Kloster Weißenau im Jahre 1294 um 43 M. S. mit allen Rechten und Gütern.
  • 14) Krehenberg, W. mit 71 k. Einw. Filial von Ettenkirch. 1 Hof war früher Weingartisch, 1 H. Ravensburgisches und 1 H. Löwenthalisches Lehen. Ein von dem Weiler etwas entfernter großer Hof heißt Groß-Krehenberg. Die Zehnten daselbst hatte das Stift St. Gallen, s. Appenweiler.
  • 15) Laufenen, ein k., vormals Weingart. W. mit 7 Einw. Fil, von Brochenzell. Das Örtchen hat eine Capelle zu St. Bonifaz,

Empfohlene Zitierweise:
Johann Daniel Georg von Memminger: Beschreibung des Oberamts Tettnang. Stuttgart und Tübingen: J. G. Cotta, 1838, Seite 144. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Oberamt_Tettnang_144.jpg&oldid=3375277 (Version vom 1.8.2018)