ADB:Albrecht, Sophia

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Artikel „Albrecht, Sophia“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 1 (1875), ab Seite 322, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Albrecht,_Sophia&oldid=652332 (Version vom 11. November 2009, 19:41 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
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Albrecht, Johann Friedrich Ernst
Band 1 (1875), ab Seite 322. (Quelle)
Autor Sophie Albrecht in Wikisource
Sophie Albrecht in der Wikipedia
PND-Nummer 116010010
(Datensatz, Rohdaten, Werke)
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Albrecht: Sophie A., geb. Baumer, Tochter des Johann Paul Baumer, Doctors der Medicin und Professors an der Universität Erfurt. Sie war 1757 in Erfurt geboren, debütirte, – schon verheirathet – von unbezwinglicher Theaterlust getrieben, 1783 bei der Großmann’schen Gesellschaft zu Frankfurt am Main, worauf Schiller sie kennen lernte. Sie war 1772 die Gattin Johann Friedrich Ernst Albrecht’s (s. d.). Im J. 1785 kam sie zur ehemals Bondini’schen, später Seconda’schen Gesellschaft nach Dresden und Leipzig, wo sie zur Schauspielerin ersten Ranges emporstieg und ging nach Altona und Hamburg, wo sie sehr beifällig aufgenommen wurde. Seit 1798 von dem Gatten geschieden, aber auch danach noch in litterarischer Gemeinsamkeit mit ihm wirkend, beschloß sie ihr Leben unter litterarischen Arbeiten, bald in Hamburg bald in Altona wohnend, am 16. Nov. 1840. Graf hat sie gemalt. Ihre Gedichte und prosaischen Aufsätze sind erschienen bei Richter in Dresden 1781, 1785 und 1791 u. s. f. Sie ist bemerkenswerth als Vertreterin litterarisch-thätiger Schauspieler jener ersten Periode in der Entwickelung der deutschen Schauspielkunst. Die Litteratur stand dem Theater noch fern und der Bedarf an Repertoirstücken wurde meist von gebildeten Schauspielern geliefert. Außerdem erheischte die Sitte, bei Eröffnung und Schluß der Saison das Publikum in Theaterreden, Epilogen etc. zu begrüßen. In dieser dem practischen Bühnenbedarf zugewendeten Richtung litterarischer Arbeiten ist Sophie A. vielfach und nicht ohne Talent und feineren Sinn thätig gewesen. Unter ihren erzählenden Dichtungen ist eine 1783 f. erschienene Umarbeitung der „Aramena“ Herzog Anton Ulrichs von Braunschweig zu erwähnen. Eine Anthologie aus ihren Gedichten gab Fr. Clemens 1841 heraus.

Schröder, Hamb. Schriftstellerlex. I.
Förster.
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