ADB:Arnold von Tongern

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Artikel „Arnold von Tongern“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 1 (1875), ab Seite 583, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Arnold_von_Tongern&oldid=848191 (Version vom 25. Dezember 2009, 03:28 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
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Geilhoven von Rotterdam, Arnold (1. Artikel)
Band 1 (1875), ab Seite 583. (Quelle)
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Arnoldus de Tongris, eigentlich Arnoldus Luydius a Tongris, stammte aus einer Patricierfamile zu Cöln ab, wo er bereits 1489 Licentiat, 1494 aber Decan der Artisten-Facultät war. Als früherer Hofmeister oder Erzieher des nachmaligen Cardinals und Bischofs von Lüttich Erard de Marca erhielt er ein Canonicat an der dortigen Domkirche, nachdem er bereits in Cöln ein solches in der Kirche „Maria ad gradus“ inne gehabt, welches er aus Gewissenhaftigkeit, da er nicht zwei Pfründen besitzen wollte, dann resignirte. Schließlich erhielt er eine Dompräbende in Cöln selbst. Seine Verwicklung in die Reuchlin’schen Streitigkeien machten ihn bekannt. Als Doctor und Professor der Theologie an der Universität Cöln, an der er als der eigentliche Repräsentant der scholastischen Theologie galt, war er der Berichterstatter in der Reuchlin’schen Angelegenheit oder über dessen „Augenspiegel“. Dieses Gutachten, später gedruckt als „Articuli sive propositiones de judaico favore nimis suspectae ex libello … cui Speculi ocularis titulus … extractae, Coloniae. 1512“ wirbelte vielen Staub auf; vgl. Strauß, „Ulrich von Hutten.“ I. 201 f. und Geiger „Johann Reuchlin.“ S. 265 f. Arnold soll im hohen Alter gestorben sein.

Ruland.
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