ADB:Baudissin, Wolf Heinrich Graf von

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Artikel „Baudissin, Wolf Heinrich Graf von“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 2 (1875), ab Seite 137, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Baudissin,_Wolf_Heinrich_Graf_von&oldid=586004 (Version vom 10. Dezember 2009, 22:49 Uhr UTC)
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Band 2 (1875), ab Seite 137. (Quelle)
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Baudissin: Wolf Heinrich Graf von B., auch Baudis, Kursächsicher Cabinetsminister und General en chef, geb. 1. September 1671 auf dem väterlichen Gute Rixdorf in Holstein, † 24. April 1748. Er trat, nachdem er zuletzt in holsteinischen Diensten den Feldzügen in Brabant und Flandern beigewohnt, 1710 als Generallieutenant der Cavallerie in die kursächsische Armee über und nahm an dem nordischen Kriege, sowie an den Feldzügen in Polen rühmlichen Antheil. Den 29. Novbr. 1714 zum General der Cavallerie, und nach dem Tode August II., von dessen Nachfolger, bei dem er in hoher Gunst stand, zum Cabinetsminister ernannt, ward er 1733 mit Graf Wackerbarth nach Warschau entsendet, um dort die Wahl des Kurfürsten zum König von Polen zu betreiben. Nach Sachsen zurückgekehrt, erhielt er den 12. Dec. 1736 das Obercommando der Armee, mußte dasselbe aber 1739 an Grl. von Wilkau abgeben. Unterm 19. August 1740 erneut damit betraut, ward er unterm 20. Dec. dess. J. zum General en chef ernannt, nahm jedoch schon den 26. Sept. 1741 seine definitive Entlassung, um sich auf seine Güter nach Holstein zurückzuziehen, wo er gestorben ist. – B., bei seiner Verabschiedung in den Reichsgrafenstand erhoben (28. Febr. 1741), war Ritter vom Danebrog, seit 1730 Ritter des polnischen weißen Adlerordens und seit 1736 Ritter des neugestifteten sächs. Heinrichsordens. Den 29. Nov. 1714 ward er bereits Chef eines Reiterregiments, welches den 1. Jan. 1730 den Namen Carabiniers-Garde erhielt.

Winkler.
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