ADB:Bischoff, Georg Friedrich

aus Wikisource, der freien Quellensammlung

Wechseln zu: Navigation, Suche

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Bischoff, Georg Friedrich“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 2 (1875), ab Seite 673, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Bischoff,_Georg_Friedrich&oldid=252832 (Version vom 24. Dezember 2009, 10:47 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
Bischoff, Christoph
<<<Vorheriger
Bischoff, Christoph
Band 2 (1875), ab Seite 673. (Quelle)
Autor [[{{{9}}}|{{{9}}} in Wikisource]]
Nach PND-Nummer Suchen
korrigiert
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal korrekturgelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.

Bischoff: Georg Friedrich B., Begründer deutscher Musikfeste, geb. 21. Sept. 1780 zu Ellrich am Harz, empfing auf dem Nordhauser Gymnasium auch Unterricht in der Musik durch den Cantor Willing, studirte 1800–1801 zu Jena und Leipzig, wurde 1802 Cantor zu Frankenhausen, 1816 Musikdirector der evangelischen Kirchen und Cantor an St. Andreä zu Hildesheim, und starb daselbst 7. Sept. 1841. Besonders für veranstaltung und Einrichtung großer Concerte begabt, faßte er schon früh den Gedanken allgemeiner deutscher Musikfeste; das erste derselben fand statt zu Frankenhausen 20.–21. Juni 1810 unter Spohr’s Direction, Haydn’s „Schöpfung“ und Beethoven’s erste Symphonie wurden gegeben; Mad. Schindler, Methsessel und Stromeier sangen die Solopartien; Spohr, Matthäi, Hermstedt und Dotzauer concertirten. Ein zweites folgte 10.–11. Juli 1811, dann eine Reihe fernerer zu Frankenhausen, Hildesheim, Hannover, Peine, Halberstadt, Quedlinburg, Helmstedt, Elze, Bückeburg, Pyrmont, Goslar. Auch an der Gründung der Elb-Musikfeste 1825 nahm B. lebhaften Antheil und das sechste derselben (19.–21. Juni 1833 zu Halberstadt) war zugleich das letzte Musikfest, bei welchem er mitthätig war. Für Hildesheim hat er musikalisch gut gewirkt, unter anderem auch durch Gründung eines Orchestervereins. Componirt hat er 40 Nummern Cantaten, Soli mit Chören etc., gedruckt sind aber nur eine Anzahl Lieder und ein paar Claviersachen.

Biogr. in Allg. Mus.-Ztg. 1836, 256; Neuer Nekrolog der Deutschen.
v. Dommer.
Persönliche Werkzeuge