ADB:Blumenhagen, Philipp Georg August Wilhelm

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Artikel „Blumenhagen, Philipp Georg August Wilhelm“ von Karl Ludwig Grotefend in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 2 (1875), S. 751, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Blumenhagen,_Philipp_Georg_August_Wilhelm&oldid=1692142 (Version vom 21. Mai 2012, 21:17 Uhr UTC)
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Blumenhagen: Philipp Georg August Wilhelm B., geb. 15. Febr. 1781 zu Hannover, wo sein Vater Kammerschreiber war. Er studirte ein Jahr zu Erlangen unter Führung seines Oheims, des Geheimen Hofrathes Hildebrand, und 2½ Jahr zu Göttingen Medicin, promovirte zu Göttingen und begann 1803 seine Laufbahn als praktischer Arzt in seiner Vaterstadt, blieb auch der ärztlichen Praxis trotz seiner Fruchtbarkeit als belletristischer Schriftsteller bis an den Tod, dem er am 6. Mai 1839 in Folge eines Schlagflusses erlag, getreu. Als Schriftsteller trat er zuerst mit einer Sammlung kleiner Romane und Gedichte „Freia“, 1805 hervor. Dieser folgten in den Jahren 1813–1815 einzelne politische Gedichte und eine freimaurerische Sammlung „Akazienblüthen“. Er versuchte sich auch im Drama und lieferte 1815 „Die Schlacht bei Thermopylä“, 1816 „Simson“; die größten Erfolge aber hatten unstreitig seine Novellen, die zuerst in verschiedenen Zeitschriften und Taschenbüchern, dann unter dem Titel „Novellen und Erzählungen“ (4 Bde. 1826 ff.) und „Neuer Novellenkranz“ (2 Bde. 1829 ff.) erschienen. Seine „Sämmtlichen Schriften“ erschienen in zwei Ausgaben (25 Bde. Stuttgart 1836–1840 und 16 Bde. 1843 ff.). Auch sein Bruder C. Julius B., hannöverscher Beamter, hat einige lyrische und dramatische Dichtungen verfaßt (s. Goedeke, Grundr. B. VII. § 311. Nr. 639).

C. L. Grotefend.
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