ADB:Brun von Magdeburg

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Artikel „Brun von Magdeburg“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 3 (1876), ab Seite 437, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Brun_von_Magdeburg&oldid=569257 (Version vom 11. Dezember 2009, 00:55 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
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Brun (Stifter des Kartäuserordens)
Band 3 (1876), ab Seite 437. (Quelle)
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Bruno von Magdeburg, Geschichtsschreiber, 1082. Er gehörte der Magdeburger Domgeistlichkeit an, unter jenem Erzbischof Werner (1063–1078), der ein Bruder Anno’s von Köln war, und den Aufstand der Sachsen gegen Heinrich IV. vorzüglich betrieben und geschürt hatte. Als dieser nach der Schlacht bei Melrichstadt auf der Flucht erschlagen war, begab sich B. zu dessen Freund und Gesinnungsgenossen Werner von Merseburg, und diesem widmete er 1082 sein Buch über den Sachsenkrieg. Als Darstellung eines Zeitgenossen ist dieses Buch werthvoll, allein es ist nicht nur eine leidenschaftliche Parteischrift, von Verläumdungen gegen Heinrich IV. erfüllt, sondern auch eine sehr ungeordnete und oberflächliche Erzählung, welche in den inneren Zusammenhang der Dinge nirgends eindringt. Doch gewährt uns B., unzuverlässig wie er ist, manche schätzbare Nachricht, und er hat uns in seinem Werke sehr wichtige Schriftstücke aus der Correspondenz der Rebellen aufbewahrt. Wahrscheinlich haben die beiden [438] Werner ihn in ihrer Kanzlei beschäftigt, und zur Belohnung für sein Werk ist er, wie es scheint, Kanzler des Gegenkönigs Hermann geworden, mit dessen Wahl seine Geschichte abschließt. Ausgabe derselben von G. H. Pertz, Mon. Germ. SS. V. 327–384 und Separat-Abdruck 1843. Uebers. von W. Wattenbach, 1853. Vgl. dessen Geschichtsquellen, 3. Ausg. II. 63–65.

Wattenbach.
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