ADB:Buchner, Christian Friedrich

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Artikel „Buchner, Christian Friedrich“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 3 (1876), ab Seite 487, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Buchner,_Christian_Friedrich&oldid=442315 (Version vom 25. Dezember 2009, 01:36 Uhr UTC)
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Buchner: Christian Friedrich B., geb. 20. April 1752, † 8. August 1798. Seit 1762 besuchte er das Pädagogium Zur L. Frauen seiner Vaterstadt Magdeburg und im Jahre 1769 bezog er die Universität Halle, wo er Rechtswissenschaft studirte. Nachdem er 1772 die Universität verlassen, arbeitete er theils beim Criminalrath Voigtel, theils auf der Gerichtsstube des Amtes der Domvoigtei; doch gewann er an der Praxis keine Freude, Gerichtsstube und der Lärm der streitenden Parteien wurden ihm vielmehr ganz unleidlich. Bei seiner Kränklichkeit ängstlich erzogen, hatte er etwas Scheues und einen Mangel an Mittheilungsgabe bekommen. Als daher sein Vater starb, und er durch dessen Hinterlassenschaft in den Stand gesetzt wurde, seinen Lieblingsstudien leben zu können, zog er sich ins Privatleben zurück, mißtrauisch auf einen engen Kreis des Verkehrs beschränkt. Mit Hofrath Johann Georg Meusel, Herausgeber und Fortsetzer des „Gelehrten Teutschland“ hatte er schon frühe Freundschaft angeknüpft, wurde einer seiner besten Mitarbeiter an diesem Werke, wie denn auch der Herausgeber Meusel an verschiedenen Stellen jenes Werkes seinen Dank dafür an B. ausspricht. Außerdem schrieb er einen „Nekrolog für Freunde deutscher Litteratur. Erstes bis viertes Stück“, welcher das Verzeichniß sämmtlicher in den Jahren 1791—1794 verstorbener deutscher Schriftsteller und ihrer Schriften enthält (herausgegeben von G. S. Rötger), und hinterließ ein leider nicht ganz vollständig ausgearbeitetes Manuscript: „Materialien zu einem Magdeburgischen Gelehrten-Lexikon“, welches noch der Vollendung und Herausgabe entgegensteht.

Meusel, G. T.; Rötger, Vorrede zum vierten Stück des Nekrologs.
Kelchner.
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