ADB:Cassius, Christian

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Artikel „Cassius, Christian“ von Karl Jansen in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 4 (1876), S. 62, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Cassius,_Christian&oldid=1698271 (Version vom 22. Mai 2013, 09:59 Uhr UTC)
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Cassius: Christian C., Sohn des herzoglich gottorpischen Secretärs Andreas C., der aus Pommern stammte, ward 8. Juli 1609 in Schleswig geboren. Auf der Schleswiger Schule und dem Hamburger Gymnasium vorbereitet, studirte er Philologie, Geschichte und Politik 1628–31 in Paris, wo er im Hause des schwedischen Gesandten Hugo Grotius lebte, 1632 in Leyden, wo er durch Grotius’ Empfehlungen bei Männern, wie den beiden sonst sehr vornehmen Heinsius und Salmasius, freundliche Aufnahme fand. 1633 zurückgekehrt, trat er nach einigen Reisen 1634 in den Dienst des Lübecker Bischofs Johann, zweiten Sohnes von Johann Adolf, in Eutin, zuerst als Kammer-Secretär, 1638 als Rath, 1644 als Geheimrath und Kanzlei-Director, eine Stellung, die er auch unter Christian Albert (1655–66) und unter August Friedrich behielt, bis an seinen Tod, 6. Oct. 1676, geschätzt wegen seiner Treue und Geschicklichkeit, die er in mehreren diplomatischen Sendungen (1647 und 48 nach Osnabrück, 1653 nach Regensburg) bewährte, geachtet wegen seiner menschlichen und christlichen Tugenden, zu denen er in dem frommen Elternhause den Grund gelegt hatte.

S. Moller, Cimbria literata I, 88 ss.
Jansen.