ADB:Dietrich von der Gleese

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Artikel „Dietrich von der Gleese“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 9 (1879), ab Seite 236, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Dietrich_von_der_Gleese&oldid=614765 (Version vom 25. Dezember 2009, 04:25 Uhr UTC)
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Glezze: Dietrich von der G., Verfasser einer „Der Borte“ (Gürtel) betitelten deutschen nach französischer, bisher nicht ermittelter Quelle gedichteten und etwas unsauberen Erzählung, gehört der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts an und war höchst wahrscheinlich ein Spielmann. Sein Gedicht, das im Auftrage eines Wilhelm von Wîdenâ entstand, trägt formell die Spuren gesunkener Kunst an sich, zeigt aber keine dialectischen Eigenheiten, auf Grund deren man als des Dichters Heimath Glatz, wie das geschehen ist, annehmen dürfte: eher weist manches auf alemannische Herkunft. Im ganzen ist Dietrich nicht zu den schlechtesten Poeten seiner Zeit zu rechnen: er besitzt lebhaftes Naturgefühl, welches mehrfach durchbricht, reiche Phantasie und einige gelehrte Bildung.

Von der Hagen, Gesammtabenteuer 1 (Stuttgart und Tübingen 1850) S. 449 ff.
Steinmeyer.
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