ADB:Fahnenberg, Karl Heinrich Freiherr von

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Artikel „Fahnenberg, Karl Heinrich Freiherr von“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 6 (1877), ab Seite 534, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Fahnenberg,_Karl_Heinrich_Freiherr_von&oldid=651298 (Version vom 24. Dezember 2009, 18:20 Uhr UTC)
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Fahnenberg: Karl Heinrich Freiherr v. F., geb. zu Freiburg im Breisgau am 16. Mai 1779, studirte zu Würzburg, Erlangen und Göttingen, trat darauf in österreichische Dienste als Legationssecretär, ward aber beim Uebergang des Breisgaues an Baden Regierungsrath in Freiburg, 1810 Ministerialrath im Ministerium des Innern zu Karlsruhe, 1819 Oberpostdirector, übernahm 1823 provisorisch und 1826 definitiv die Leitung der Schuldentilgungscasse, mußte sich 1834 wegen Kränklichkeit pensioniren lassen und † zu Baden am 16. März 1840. Der badischen Localgeschichte gehören die Verdienste an, welche er sich durch die Reform des dortigen Postwesens erwarb. Durch die Einrichtung aber des ersten Eilwagencurses zwischen Mannheim und Karlsruhe, 1820, eine Einrichtung, die alsbald in Preußen und im Thurn und Taxisschen Postgebiet nachgeahmt ward, gab er den Anstoß zur Einführung der Eilposten in Deutschland. - Er gab seit 1810–16 das „Magazin für die Handlung und Handelsgesetzgebung Frankreichs und der Bundesstaaten“ heraus und redigirte 1821–24 die „Verhandlungen des badischen landwirthschaftlichen Vereins“. Er übersetzte und commentirte Say’s „Katechismus der Nationalwirthschaft“, 1816, schrieb über „Rippoldsau und dessen Heilquellen“, 1836, „Die Heilquellen am Kniebis im unteren Schwarzwalde“, 1838, u. a.

Vgl. v. Weech in den Bad. Biographieen, I. 232.
v. L.
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