ADB:Fleury und Beaumont, Franz Josef Wicardel Marquis von

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Artikel „Fleury und Beaumont, Franz Josef Wicardel Marquis von“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 7 (1878), ab Seite 118, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Fleury_und_Beaumont,_Franz_Josef_Wicardel_Marquis_von&oldid=570457 (Version vom 25. Dezember 2009, 10:23 Uhr UTC)
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Fleury: Franz Joseph Wicardel, Marquis v. F. und von Beaumont, der bis 1724 den Titel Marquis de Trivié führte, ein Piemontese, trat, nachdem sich seine bereits früher beabsichtigte Berufung zum Erzieher des der katholischen Kirche zuzuführeuden Kurprinzen zerschlagen hatte, obgleich schon 60jährig, auf Empfehlung seines Verwandten, des Grafen Lagnasco, als Cabinetsminister für die auswärtigen Angelegenheiten in den Dienst König Augusts des Starken von Polen, der theils durch ihn die freundschaftlichen Beziehungen zum Kaiserhofe zu befestigen hoffte, theils bei ihm, dem Ausländer und Katholiken, auf größere Willfährigkeit gegen seine despotische Neigungen rechnete, als er bei [119] seinen sächsischen Ministern fand. Im März 1726 ging F. als Gesandter nach Wien, kam im August von dort zurück, wurde aber schon am 30. Nov. 1731 entlassen und starb 1735 in seiner Heimath.

v. Sahr, Heinrich Graf von Bünau (1869), I. 164 ff.
Flathe.
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