ADB:Friedrich Karl (Herzog von Plön)

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Artikel „Friedrich Karl, Herzog von Holstein-Sonderburg-Plön“ von Paul Hasse in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 8 (1878), S. 23, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Friedrich_Karl_(Herzog_von_Pl%C3%B6n)&oldid=1703639 (Version vom 19. September 2014, 05:00 Uhr UTC)
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Friedrich Karl, Herzog von Holstein-Sonderburg-Plön, ward geboren nach dem Tode seines Vaters Christian Karl am 4. August 1706, starb ohne männliche Nachkommenschaft zu hinterlassen am 18. October 1761. Mit ihm erlosch der Plöner Zweig des Holstein-Sonderburger Hauses. Da seine Mutter, ein geborenes Fräulein v. Aichelberg, nicht fürstlichen Blutes war, ward seine Ebenbürtigkeit bestritten, er anfangs nur F. K. v. Karlstein genannt. Allerdings hatte der Vater im Receß von 1702 gegen Verzicht auf die Arröeschen Güter nur für den Fall, daß sein älterer Bruder Joachim Friedrich unbeerbt sterbe, eine Anerkennung der Ebenbürtigkeit seiner Nachkommenschaft und die eventuelle Nachfolge zugesichert erhalten können. Die Frage ward praktisch, als in der That am 25. Januar 1722 Herzog Joachim Friedrich ohne Erben verschied. Auf die Plöner Lande machte jetzt der Herzog von Rethwisch Ansprüche. Doch erreichte F. K. 1722 vom dänischen König Friedrich IV. seine Anerkennung als Prinz von Holstein-Sonderburg und nach dem Tode des Herzogs von Rethwisch 1729 den Besitz der Plön’schen Lande. Er überließ dagegen der dänischen Krone die Norburg’schen Güter. Der Antheil des Herzogs umfaßte die Aemter Plön, Arensbök, Rethwisch-Reinfeld, Travendahl und eine Reihe adlicher Güter. Im J. 1731 erfolgte auch durch Spruch des kaiserlichen Reichshofraths in Wien die Entscheidung, daß Christian Karls Ehe fürstlich und standesgemäß gewesen und sein Sohn fürstlichen Namens, Blutes und Standes sei. F. K. war vermählt mit Christiane Armgardis v. Reventlow. Ein Sohn starb jung, bei seinem Tode hinterließ er nur drei Töchter. Das Fürstenthum Plön fiel der Krone anheim.

Vgl. Archiv für Staats und Kirchengeschichte der Herzogthümer Schleswig-Holstein-Lauenburg, Bd. II. S. 433 F. v. Krogh, Beiträge zur älteren Geschichte des Hauses Holstein-Sonderburg. In Betreff der einzelnen Daten sind jedoch noch manche Unsicherheiten aufzuklären.
P. Hasse.