ADB:Herdesian, Cyriacus
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Cyriacus H., dez Borigen Großneffe, geb. um 1580 zu Bernburg, f am 8. Juli 1(331 alS Professor der Rechte zu Frankfurt a. O. Durch langjährige Reifen, welche er nach Vollendung seiner akademischen Studien in fast alle Länder [102] Europas unternahm, gewann er eine große Vertrautheit mit den fremden Sprachen, wie dietz feine »I:lOzczg1oS88.S n8.e11j9.e« auf den frühzeitigen Tod des?- Fürsten Joachim Ernst von Anhalt-Dessau (f 28. Mai 1615) beweisen. Nachdem H. eine Zeit lang eine Professur am Gymnasium zu Zerbst bekleidet hatte, ging er 1618 an die Universität zu Frankfurt über, Anfangs?- alS Professor der Geschichte, dann der Rechte. Seine letzten LebenSjahre wurden durch die kriegerischen Cr- eignisse feiner Zeit getrübt. Auf die Durchmärfche kaiserlicher Truppen und die Besetzung Frankfurt?- durch Tilly folgte die Eroberung der Stadt durch Gustav Adolf am Z. April 1631. Jn einer lateinischen Rede (wieder abgedruckt bei B6O111em11» .4u0tA-1«ium 110tjt. 11t1jvS1«8.» 19’r81100k. 17O6 kO1. 34–39) hat H. eine Schilderung dieser Ereignisse gegeben, welche zwar nicht frei von rhetorischem Pathos, doch alS der Bericht eine?: Augenzeugen von historischem Werthe ist. Sein Leben bei BO(:111811n» n0tjt. 111zjN–. 1J. 206 8(1c1. und nebst einem Ver- zeichniß seiner Schriften, meist jurist. DiSputationen, in dessen Historie des?- Fürftenth. Anhalt, Th. N1. S. 342.