ADB:Heyrenbach, Josef Benedikt

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Artikel „Heyrenbach, Josef Benedikt“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 12 (1880), ab Seite 379, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Heyrenbach,_Josef_Benedikt&oldid=667480 (Version vom 25. Dezember 2009, 06:45 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
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Heynlin de Lapide, Johannes
Band 12 (1880), ab Seite 379. (Quelle)
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Hchtenll11ch: Jos. Benedikt H., geb. 1738, nach Anderen 1741, 1742, 24. Mai, zu Ettal in Oberbaiern, gest. zu Wien am 20. April 1779; einer der gründlichen Geschichtsforscher Lesterreichs in der Theresianischen Epoche. Die Humaniora absolvirte er in der Klosterschule zu Kremsmünster und trat 1756 zu Wien als Novize in den Jesuitenorden. 1759 Re-petent am Raaber Collegium, dann an der Wiener Universität Studirender der Philosophie, ging er 1762 wieder nach Ungarn an das Trentschiner Collegium, 1763 nach Passau in Baiern, wo er bis 1767 den Studien oblag. Im letzteren Jahre kehrte er an die Hochschule in Wien zurück, um 177O die theologischen Studien abzuschließen und im Judenburger -Ordenshaufe die Probation abzulegen. 1772 Historiographus im Wiener Profoßhause, 1773 im Ordenshause von St. Anna daselbst, lenkte er nach Aufhebung des Jesuitenordens in eine neue Lebensrichtung ein. Als Exjesuit fand er am 1. September 1773 eine Stelle als überzähliger Custos der kaiserlichen Hofbibliothek und wurde am 7. Januar 1774 wirklicher letzter Custos allda. Seine Tüchtigkeit als Diplomatiker brachte ihn auch [380] als unbesoldeten Professor an die Wiener Hochschule, wo er vorzugsweise die!« Fach und die ältere Staatsgeschichte Österreichs vertrat. Um ihn dieser Prcfessur zu erhalten, theilte sein gewesener Ordensgenosse Eckhel, der berühmte Schöpfer der Numismatik als Wissenschaft, mit H. sein eigenes bescheidenes G^ halt von 800 Gulden bis zu dessen Tode; in der That, ein seltenes Beispiel collegialer Freundschaft! Die vornehmsten litterarischen Arbeiten Heyrenbach 5 den im Alter von taum 40 Jahren der Tod aus dem Leben riß, zeichnen sict durch Strenge und Ernst, Wenngleich nicht immer durch den Erfolg der Forschuuc aus. Den Anfang machte, abgesehen von der wesentlichen Betheiligung Heyrei,- bach's an dem Texte der Wiener Ausgabe des Weißtunig (1775), eine gründliche „ Abhandlung über die Lage des (noch immer schwer lokalisirbaren) „Giun> zwitengaues" in den „Beitr. z. versch. Wissensch." – 1776–177? erschienen in Linz und Wien die „Grundsätze der älteren Staatsgeschichte Oesterreichs". 17?- hatte er auch an der üsterr. Staatsschrift über die baier. Erbfolge, neben Schrötter, wefentlichen Antheil. Eine sorgfältige Studie in Verbindung mit eineiig (^ oäLx prabatioimm ist die Monogr. „Kaiser Friedrichs IV. Tochter Kunigunde, ein Fragment aus der üsterr.-bayei. Geschichte" (1778). Erst lange nach Heyrew bach's Tode erschien seine Abh. über die Slavcn in Oesterreich , in den Neuen Abhandl. d. I. bühm. Gesellsch. d. Wissensch. II. Bd. (1795), Mensel V. Oesterr. Nat.°Encytl. II. Bergmann in Sihungsb. d. ! Allld. d. Wissensch.. hist. Phil, El., 24. Bd., 301 ff. (Pst. d. Numismatik in Oesterr. im XVIII. Jährt). 2. Abth.). Stoegcr. 8or. sirovinciae ^nztr. 3. > Vienn^e 1856 «gibt als Geburtsjahr Heyrenbach's 1742 an). Wurzbach, Biogr. Lex. 8. Bd.

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