ADB:Hirt, Johann Friedrich
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Hirt: Johann Friedrich H., evangelischer Theologe und Orieutalist, geboren am 1–1t. August 1719 zu Apolda in Sachsen-Weimar, –i“ am 2S9. Juli 1fs:.3. Da er schon bei dom ersten häuslichen Unterricht nicht gewöhnliche Fähigkeiten zeigte, wurde er zum Studiren bestimmt. Er bezog also 1734 daß Gymuasium zu Weimar und 1738 die Universität Jena, wo er neben seinem Hauptstudium, der Theologie, auch den philosophischen und philologischen Disciplimn oblag und namentlich die Aneignung der semitischen Dialekte nicht verabsäuu1te. Nach bet–ndigtem vierjährigen Studium verließ er Jena auf einige scit, kehrte aber 1744 dorthin zurück, erwarb im folgenden Jahre die 3senja 1e;xO11(1j und begann mit philosophischen und philologischen Vorlesungen. 174–7 erlangte er die Magisterwürdr und wurde in demselben Jahre Adjunct der philosophischen Facultät. Diese Stellung vertauschte er 1748 mit dem Conrectorat des Gymnasiums zu Weimar, kehrte jedoch 17Ls zum akademischen Beruf zurück durch llebernahtne einer außerordentlichen Professur der Philosophie zu Jena; auch wurde ihm die theologische Doctorwürde ertheilt. 1761 erfolgte seine Er- “ Nennung zum Superintrndenten, –Oberpfarrer und Sachsen-Weimarischen Consistoriallsath, 1769 aber zum Professor der Theologie daselbst. Von Jena 1775 nach Wittenberg berufen, entwickelte er hier eine umfangreiche Thätigkeit als erster Professor der Theologie, Beisitzer des dortigen kursächsischen Consistoriums, Pastor der Stadt- und Marienkirche und Generalsuperintendent des sächsischen Kurkreises, bis der Tod ihn ereilte. Seine zahlreichen Schriften (vollständig bei Meusel, Lex.,) behandeln zum größten Theil die Exegese, namentlich des alten Testaments, die hebräische Grammatik und Alterthumskunde und andere semitische ` Sprachen; sie förderten diese Wissenschaften wohl in manchen Stücken, waren III. 31 – [482] aber nicht von nachhaltiger Bedeutung. Auf sprachlichem Gebiet war er noch zu sehr von Danz abhängig, dessen einst hetrschender, zwar streng geregelter aber weder einen weiten Gesichtskrris noch eine tiefere Auffassung offenbarender Methode er einseitig folgte. Die hauptsächlichsten Schriften sind: „Bib1ja llsbraeu 8118.1)-tjou“. 1753. Sc!. 2. 1769. „13jblj0rum -1.11-x1)-tjo0run1 pms 0119„1(13.jca“. 1757. „Einleitung in die hebräische Abtheilungskunst der heiligen Schrift". 1762. „Vollständige Erklärung der Sprüche Salomon’s. 1768. „1nstit.utjo11es Kr9.bj(:8e linguE18“. 1770. „8zsi1tsgms. 0b8er78tjonum p11i1o10gioo–01–itic:11–un1 a(1 1jngu:1m S80r8n1 7etsi–is ’1’sts.msi1ti pertj11entjunr. 1771. „Orientalische und exegetische Bibliothek". Th. 1–8. 1772–76. Fortges. u. d. T.: „Wittenbergische orientalische und exegetische Bibliothek“. Th. 1–4. 1776–79. „t111– t11o10gjs 13.ru1Jios1.“ 1773.
Vgl. Neues gelehrtes Europa. R11, 1481. Meufel, Lex.