ADB:Hueber, Philipp
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Hueber: Philipp H., geb. 1662 in Wien, † als Melker Conventuale 1725. Der Eintritt des begabten, mit Ordnungssinn und Fleiß bestversehenen jungen Mannes.?, den ein lebhafter Drang nach Geschichtskunde beseelte, in eines der wissenschaftlich regsten Benediktinerstifte Niederösterreichs, in welchem gleichftrcbende und berühmter gewordene Genossen, wie die Gebrüder Pez, die Richtung der französischen Mauriner gleich ihm mit Begeisterung einschlugen, veranlaßte bald die ernsten archivalischen Studien desselben, welche, unterstützt von schöpferischen Anlagen in dieser Hinsicht, dem Melker und auch dem Göttweiher Archive zu gute kamen. 1681 Melker Profeß, 1692 Archivar des Stiftes, welches eine Fülle alter Urkunden und Handschriften birgt, gab H. 1722., ein Jahr nach dem Erscheinen der ersten Bände der S(:rj1–-t0res rer. mst1–. und des [283] ’1’beso.nrus aus der Feder seiner klosterbrüder, die unfäglich fleißig und mit richtigem Verständniß gearbeitete „t4tustrja OJe 9.rc11jyjs I1S11j0enSib118 i1r18orMst“ in drei Bücher oder Abtheilungen und einen Anhang gegliedert, heraus. Der stattliche Folioband enthält als erstes Buch einen NuO1eus gOusz10gi0us (1irD1o– Ms Drum- 0118.rtarum, p1–jyi1Ogiorum u. f. w., somit eine genealogische Darstellung oder Erläuterung der geschichtlichen Verhältnisse Oesterreichs von 1075–1599, das zweite die Siegelkunde, mit 38 Tafeln, daß dritte endlich O011S(:ts ms„ gsneA– 1ogjOz oder genealogische Detailarbeit. Der A1z1si1äjze t1–jx-1S: umfaßt: 1) pOr– brO1sjs cl’op0gr8„pbis. c1jpIo11r-ttj0z E!ustrjs„6a (in alphab. Ordnung, historisch gehaltvoll), 2) 8pOoi111i11z (:1iyers„1um r11S(1jj 8S7i SOri1Jtu1–8.1–11m- eine systematische Sammlung paläographischer Proben und Z) 89„er9„e St proka118-O 3.11tjqujtzts 1esi1jOeuses, eine Alterthümerkunde des Klosters. Das Werk läßt sich der etwas späteren epochemachenden Publication des Göttweiher Venediktinerabtes Vessel (s. d. Art.), der großen Arbeit Herrgotts „0senes„1. St I10num. (1Omus mi8trje1Os„S“ (1737 ff., s. d. Art.), nicht ebenbürtig an die Seite stellen, darf jedoch als würdiger Vorläufer bezeichnet werden. In Leipzig zunächst erschienen, erlebte s es, lange nach dem Tode des Verfassers zu Wien (1743) eine zweite Ausgabe. Vgl. die bibliogr. Werke V. Vogel (S1Js0. bib!. 11ist. gzogr. -4ustr.) Und Wurzbach, (biogr. Lex.), Keiblinger, Gesch. des Bened.-Stiftes Melk u. A. Mayer, G. d. Geist. Cultur Nied.-Oesterr. 1878 I. S. 191 u. 88 (kurze Notizen).