ADB:Johann von Fulda

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Artikel „Johann von Fulda“ von Heinrich Bellermann in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 14 (1881), S. 455–456, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Johann_von_Fulda&oldid=1811290 (Version vom 18. Mai 2013, 12:05 Uhr UTC)
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Johannes von Fulda (Dichter und Musikus), ein Mönch, der in der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts, nach anderen etwas früher, zu den Zeiten Karls des Großen, gelebt hat. Er soll ein Schüler des Rabanus Maurus gewesen sein. Als Dichter wird er zwar gerühmt, doch scheint er wenig Geschmack besessen zu haben, indem er die Alten verachtete, z. B. in ungeschickten Versen gegen den Virgil eiferte, dagegen ein christliches Gedicht des Arator pries. Nach des Fürst-Abt Martin Gerbert Ansicht soll er einer der ersten gewesen sein, die in Deutschland selbständig Kirchengesänge in Musik („varia modulatione“) gesetzt haben.

[456] Vgl. W. Wattenbach, Deutschlands Geschichtsquellen, Berlin 1877. M. Gerbert, De cantu et mus. sacra, St. Blasien 1774. E. L. Gerber, Tonkünstlerlexikon, Leipzig 1790.
H. Bellermann.