ADB:Kollonitsch, Ernst Graf von

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Artikel „Kollonitsch, Ernst Graf von“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 16 (1882), ab Seite 481, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Kollonitsch,_Ernst_Graf_von&oldid=616544 (Version vom 25. Dezember 2009, 09:07 Uhr UTC)
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Kollonitsch: Ernst Freiherr, s. 1637 Graf v. K., († zu Wien im Dez. 1639), der jüngste Sohn des Georg Seifried K. und Marien Helenens Fuchs von Fuchsberg, Begründer der jüngeren österr. Linie des verzweigten Geschlechtes Grunchern von Kirchberg u. W., Hohenaich, Limpach und Wieland in Niederösterreich, war vorzugsweise Kriegsmann, als welcher er, Kommandant von Comorn geworden, manchen Strauß mit den benachbarten Türken ausfocht. In den bewegten Jahren 1619–20 hielt er treu zur Sache K. Ferdinands II. und wurde daher von der ständischen Oppositionspartei angefeindet, welche sein Schloß Kirchberg in Brand steckte und ausplünderte. Die Regierung gewährte ihm auch 1621 den angesprochenen Ersatz. Aus zwei Ehen mit Sabina von Sonderndorf und Anna Elise von Kueffstein hinterließ er eine zahlreiche Nachkommenschaft. Eine nicht ganz aufgeklärte, legendenhafte Erzählung läßt ihn 1619 zu Folge wunderbarer Heilung von Blindheit, die er sich im Kriegsleben zugezogen, den Protestantismus mit der katholischen Kirche vertauschen.

G. Wißgrill, Schaupl. des landesh. Adels Niederösterreichs. V. Bd. S. 194, 195. Gundinger, Ernst Gf. v. K. Wien 1863. Wurzbach XII. 359.
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