ADB:Krüger, Oswald
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Krüger: Oswald K., Astronom, geboten um 1598 in Preußen, den 16. Mai 1665 zu Danzig. Er trat im J. 1618 als Novize in den Jesuitenorden und kam später nach Wilua, wo er 14 Jahre lang an der Universität Theologie, Hebräisch und Mathematik lehrte. Von dort scheint er nach Danzig gegangen zu sein, wo er ferner besonders mit Astronomie sich beschäftigte; nach Westphal bekleidete er auch in dieser Stadt, die ja damals unter der Krone Polen stand, eine Professur. Danzig war auch aller Wahrscheinlichkeit nach die Stätte seines Todes, während freilich andere Angaben ihn in Grodno sterben lassen. Sein Hauptwerk sind die „’l’11601emm9. er pr0b1emuta o1 Optio-1„ (ie0– n1etri:-t, .48tr011o111iu„ 813lmern. e1em011ts.ri„ OOmputO e(zclesinstio0 welche 1633 zu Wilna erschienen. Außerdem verfaßte er monographische Abhandlungen über Arithmetik, Brennspiegel, Festrechnung, Gnomonik, Ballistik und Theorie des Regenbogens. Seine „Osnturju 28t.ronomj0ü“ (Wilna 1637), der Inbegriff seiner astronomischen Univetsitätsvorträge, wurde unter dem Titel „8Ot11i-t .strO– nomsiest„js.““ ins Russische übertragen (Moskau 1707). Ein Hauptverdit–nft jedoch erwarb sich K. um die Wissenschaft dadurch. daß er während seines Danziger Aufenthaltes den jungen Patrizier Hevt–l für die Sternkunde gewann. Er unterrichtete ihn ebenso in der Theorie wie in der Anfertigung und im Gebrauch der astronomischen Instrumente und setzte noch in seinem letzten Lebensjahre es durch, daß sein Schüler, der auf seinen Reifen an anderen Beschäftigungen Geschmack gefunden hatte, auf die Bahn zurückkehrte, deren Verfolgung ihn zu Ehre und Ruhm bringen sollte.
- Augustin er 1z1ois (1e 13a(:1cer„ 13ib1jot11ßque (1es t-Sc:rjv8ins (1z 19t compe1g11ie (18 .lsus 1ll. S-Srie p. 417 8q. – Westphal, Leben, Studien und Schriften des Astronomen Johann Hevelius, S. 11 ff.