ADB:Kracker, Johann

aus Wikisource, der freien Quellensammlung

Wechseln zu: Navigation, Suche

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Kracker, Johann“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 17 (1883), ab Seite 4, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Kracker,_Johann&oldid=909412 (Version vom 24. Dezember 2009, 04:22 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
Kracht, Isaak von
<<<Vorheriger
Kracht, Isaak von
Nächster>>>
Kraft, Adam
Band 17 (1883), ab Seite 4. (Quelle)
Autor [[| in Wikisource]]
PND-Nummer 116352787
(Datensatz, Rohdaten, Werke)
korrigiert
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal korrekturgelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.

Kracker: Johann K., Kupferstecher, geb. am 20. October 1823 zu Nürnberg, besuchte die Kunstschule von Raindl und bildete sich zum Kupferstecher bei Geißler, ging 1853 nach München über, wo er bis in die letzten Jahre seines Lebens blieb, dann übersiedelte er nach Krailing (bei Planegg im Würmthale), wo er am 5. September 1879 starb und seinem Wunsche gemäß auch begraben wurde. Zu Kracker’s nicht sehr zahlreichen größeren Arbeiten gehören eine Madonna (mit dem Christkind und einer Taube) nach Andreas Mayer (1859); die [5] „Madonna amabilis“ nach Schraudolph (1864) und sein Hauptwerk „Das Gastmahl der Generale Wallenstein’s“ nach F. Scholz, ein Stich, welchem (68 Centimeter breit und 40 Centimer hoch, ohne Plattenrand) K. in den Jahren 1869 bis 1873 seine beste Kraft widmete, bis der mittellose, durch den fortwährenden Kampf mit dem Dasein ringende Künstler, völlig erschöpft, krank zusammenbrach; Julius Thäter, welcher ihm immer mit Rath und That zur Seite stand und nach dessen Ableben Professor J. L. Raab legten die letzte Hand an die Platte, welche wol glänzende Anerkennung, aber kaum den verdienten Erfolg fand. Königin Victoria von England ehrte den deutschen Künstler durch Verleihung einer goldenen Verdienstmedaille, dagegen reducirten sich die großen Erwartungen, welche K. aus die Bestellungen der deutschen Kuustvereine gesetzt hatte, auf ein sehr bescheidenes Maß. Kleinere Blätter lieferte K. für Buchhändler und andere Aufträge, z. B. nach A. Kraus („Vier Heiligen-Figuren“), G. Fortner, Julius Frank („Engel“; „Morgen und Abend“), Julius Schnorr und das Frauenbildniß nach Paris Bordone in der Münchener Pinakothek.

Vgl. Beil. 256 Allg. Ztg., 13. Sept. 1879. Kunstvereinsbericht für 1879 S. 73. A. Apell, Handbuch, 1880 S. 222.
Hyac. Holland.
Persönliche Werkzeuge