ADB:Kranz, Gottlob

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Artikel „Kranz, Gottlob“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 17 (1883), ab Seite 44, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Kranz,_Gottlob&oldid=557685 (Version vom 24. Dezember 2009, 19:28 Uhr UTC)
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Kranz: Gottlob K., Schulmann und Historiker, geb. den 24. Febr. 1660 in Haugsdorf bei Lauban (Oberlausitz), i“ den 25. Decbr. 1738 in [45] Breslau. Sohn eines lutherischen Pfarrers suchte er seine erste wissenschaftliche Vorbereitung in Lauban, machte dann aber seine akademischen Studien in Helmstädt und Leipzig (hier besonders der zugewandt) und

wurde 1684 vom Herz-age Sylvius Friedrich au die neu errichtete 01usise1ccts in Oels berufen. Aber bereits 1685 trat er als zweiter Präceptot in daß Elisabeth- Gymnasium zu Breslau ein, wurde 1688 Quintus, 1700 Protector, wie er auch als Bibliothekar dieser Anstalt diente. Im J. 1709 erhielt er die Inspection der übrigen evangelischen Schulen der Stadt. Die Akademie der Wissenschaften in Berlin nahm ihn unter ihre Mitglieder auf. Er galt als tüchtiger Historiker, der nur nicht immer nnparteiisch zu sein schien; in seiner kirchlichen Richtung hielt er entschieden zu Wittenberg und war deshalb ein Gegner des Thomasius wie der Pietisten. Als Christian Wolff 1705 dritter Professor an dem Elisabethanum werden sollte, widersetzte sich K. der Anstellung des noch jungen Mannes, der doch in dieser Anstalt seine historischen Vorträge gehört hatte, weil er in ihm einen kühneren Denker schenke. –.K. hat geschrieben: „1llsmOret12i1i-s 13ib1i0tr1oOs.o p11b1ico.e 131isabet11. 7rutisi.“ (1699. 43); „0ompeuäiun1 11ist01–iuO ciyj1js–s (1709)„ das mehrmals später mit Fortsetzungen erschienen ist. und zahlreiche Schulprogramme. Auch Conring’s Oomi11entarii E10 80ript0ribus J(7l - post 0h. u. 88.ecutorum sind von ihm mit Erläuterungen und Zusätzen (1727) herausgegeben worden. Dagegen ist seine „llist0ris eOc1esisties.“ erst nach seinem Tode (1736) von Gemeinhard besorgt erschienen.

Vgl. Otto, Lexikon der Oberlausitz. Schriftsteller l, 221 ff. Leißnig, Versuch einer Geschichte des Gymnasiums zu Oels (1841). Rehm, Gesch. des Gymnasiums zu Oels (186O). Reiche, Gesch. des Gymn. zu St. Elisabeth in Breslau I E1843).

H. Kaemmel.
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