ADB:Kraus, Felix Ritter von
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KlllUs: Felix Ritter v. K.. Dr. meä., Generalstabsarzt des I. k. östc reichischen Heeres, geb. 1805 zu Hennersdorf in Schlesien, 5 am 28. Febru.i 1875 zu Wien. K. wurde nach den üblichen medicinischen Studien ai 1. März 1825 Unterarzt, in demselben Jahre zum höheren Curse in d, ( militär-medicinische) Iosephsakademie einberufen, daselbst am 23. März 183 zum Dr. 6rückte er zum Regimentsarzte auf, 1850 zum wirklichen Stabsarzt, 1854 zu Leiter der Sanitätsdirection bei der dritten Armee, 1855 zum Oberstabsarzt erster Classe und am 1. Febr. 1865 zum Chef der 14. Abtheilung im Krieg« Ministerium, von welchem hohen Posten K. nach der aufreibenden Thätigtci des Feldzugs 1866 am 1. März 186? freiwillig geschieden ist. K. ist eine der bedeutendsten Militärärzte, welche den Sanitätsdienst des österreichische Heeres geleitet haben. Die Aufmerlfamkeit der wissenschaftlichen Welt lenkt er zunächst auf sich durch die Beantwortung der akademischen Preisfrage „Hebe Darmgeschwüre bei nervösen Fiebern", für welche ihm 1836 der Preis zusiel und durch feine Abhandlung „ Eigentümlichkeiten und Krankheiten der Armee" welche 1841 als gekrönte Preisschrift herausgegeben wurde. Feiner schrieb c 1854 die „Anleitung zum Prattischen Militarsanitatsdienste im Felde", 185! „ Die systematische Darstellung des Militärsanitatsdienstes" ic. und 1861 „Da< Kianken-Ierstreuungssystem". Zu Kraus' schriftstellerischer Befähigung gesellt sich in hohem Grade das organisatorische Talent. Feinfühlig und scharfsinnig wie er war, wurde er frühzeitig ein tiefer Kenner des österreichischen Militär sanitätswesens, dessen Mängel er nach unten und oben in seltenem Freimuts bekämpfte und mit einer unerschüpslichen Arbeitskraft beseitigen hals. Sei» dauerndes Verdienst bleibt es , daß er die Einheit in der fachlichen Ausbildung der Militärärzte anbahnte, der Krankenbehandlung unter Zelten zuerst das Wvl< sprach und der Krankenzerstreuung zur durchschlagenden Anerkennung verhak, An feinem Grabe rief den Angehörigen Kraus' der Erzherzog Albrecht w: „Ei war gleich ausgezeichnet als Arzt, wie als Mensch und Staatsdiener. Ich theil? Ihren Schmerz«.
- Vgl. Allgemeine militarärztliche Zeitung, Wien 1875, Nr. 10.