ADB:Laffert, Hans von

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Artikel „Laffert, Hans von“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 17 (1883), ab Seite 511, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Laffert,_Hans_von&oldid=911672 (Version vom 24. Dezember 2009, 04:01 Uhr UTC)
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Band 17 (1883), ab Seite 511. (Quelle)
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Laffert: Hans v. L., Sohn des 1419 verstorbenen Ludolf v. L., verfertigte laut Inschrift 1444 eines der kostbarsten und schönsten Stücke des Lüneburger Rathssilberzeugs, welches jetzt dem Berliner Gewerbemuseum angehört, das „Bürgereids-Krystall“; ein silbernes, stark vergoldetes, in vorzüglichster Arbeit ausgeführtes Reliquienkästchen, mit edelem Gestein und Email besetzt, mit einem zum Reliquienbehälter ausgehöhlten weißen Bergkrystall oben auf der Wölbung. Auf dieses Kästchen mußten alle Sootmeister der Lüneburger Sülze von jener Zeit bis zu ihrem Eingehen 1799 den Amtseid und noch bis 1818 jeder Neubürger den Bürgereid, durch Berührung des Krystalls mit dem Finger, leisten, daher der Name des Kleinods. Es ist sicher, daß dieser Hans L. zu dem Sülfmeister- oder Salzjunkergeschlechte der v. Laffert oder Lafferde gehörte, das ursprünglich aus Braunschweig stammte, höchst wahrscheinlich sich auch Aurifaber (Goldsmed) nannte, und von dem das jetzige mecklenburgische Adelsgeschlecht der v. Laffert seinen Ursprung nahm. Die Beschreibung des Kunstwerks ist bei Dr. Joh. Wilh. Albers, Beschreibung der Merkwürdigkeiten des Rathhauses zu [512] Lüneburg, Lüneburg 1843, S. 40 zu finden, daraus gekürzt in Mithoff, Mittelalterl. Künstler und Werkmeister etc., 2. Hannover 1883. Es wiegt 3,69 Kilogr. Vgl. Deutscher Reichsanzeiger und königl. preuß. Staatsanzeiger 1874, Nr. 76 vom 30. März. Albers möchte demselben Meister noch einen schönen Pokal desselben Silkerzeugs (S. 45 Nr. 11) zuschreiben, den der am 15. Juli 1401 verstorbene Propst von Modestorpe und Domhetr zu Verden, Dr. theol. Johannes Barum, dem Rathe vermochte. Der Künstler hätte dann lange gearbeitet. 1446 kommt seine Frau Kerstina als Wittwe vor.

Ueber Sootmeister, Sülfmeister etc. vgl. Krause im Jahrbuch des Vereins f. niederd. Sprachf. V. S. 109 ff.
Krause.
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